Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus

2.Korinther 8,1-24

Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesu Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet.

2. Korinther 8,9

Was wissen wir über die Gemeinde in Korinth? Korinth war damals so etwas wie das heutige London oder Zürich, ein Ort, an dem Finanzwesen und Handel florierten. Zahlreiche Philosophen besuchten die Stadt, in der sich Rhetorik und Philosophie entwickelten. Tatsächlich floss viel Geld nach Korinth, und es war eine Stadt, in der zahlreiche Götzen verehrt wurden. Paulus verkündete dort das Evangelium. Tatsächlich war die Gemeinde in Korinth eine reiche Gemeinde. Aber sie war sehr geizig, wenn es um Spenden für die Armen ging. Der Apostel Paulus stellt der Gemeinde in Korinth die Gemeinde in Mazedonien vor, die trotz ihrer Armut ein Vorbild in der Sammlung von Spenden war. Und er bittet sie, sich wie die Gemeinde in Mazedonien aktiv an der Sammlung zu beteiligen, um der Gemeinde in Jerusalem zu helfen, die in Not ist. Gleichzeitig lehrt der Apostel Paulus, dass die Gemeinde im Umgang mit materiellen Gütern sehr transparent sein muss. 

 Wir Christen stehen heute vor vielen Prüfungen. Die grösste davon ist die Prüfung in Bezug auf Geld. Auch heute ist es wirklich schwer, diese Prüfung zu bestehen. Wir sehen, wie viele Gemeinden und Gläubige angesichts dieser Geldfrage zusammenbrechen. Sie stellen die Frage: Warum sollen wir Spenden geben, wenn wir doch durch Jesus Erlösung erfahren haben? Wie verwalten wir unsere Finanzen in der Gemeinde? Welche Haltung sollte die Gemeinde gegenüber Geld einnehmen? Lasst uns heute anhand der Lehre des Apostels Paulus über die Spenden in der Gemeinde darüber nachdenken, wie wir mit materiellen Gütern umgehen sollten. Lasst uns heute über die christliche Finanz in der Gemeinde und ihre Spenden und transparente Verwaltung nachdenken. 

Erstens, Gaben sind etwas, das wir in der Gnade des Herrn reichlich geben. 

 Lesen wir gemeinsam die Verse 1 und 2: «Wir tun euch aber kund, Brüder und Schwestern, die Gnade Gottes, die in den Gemeinden Makedoniens gegeben ist. Denn vielfach bewährt in Bedrängnis war ihre Freude doch überschwänglich, und obwohl sie sehr arm sind, haben sie doch reichlich gegeben in aller Lauterkeit.» Paulus schrieb diesen Brief aus Mazedonien. Er wollte die Gemeinde in Korinth motivieren, um das Geld für die Gemeinde in Jerusalem zu spenden. Die Gemeinde in Makedonien war sehr arm und in Bedrängnis. Aber ihre Freude war überschwänglich. Sie gaben viel trotz ihrer Armut, obwohl sie schwere Zeiten durchgemacht haben. Sie hatten nach Kräften und sogar über diese hinaus gegeben. Sie gaben zuerst sich selbst dem Herrn. Wie konnten sie in ihrer Not so viel für die Gemeinde in Jerusalem geben? Weil die Gnade des Herrn unter ihnen mächtig gewirkt hat. 

 Lesen wir gemeinsam die Verse 7 und 8: «Wie ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat.» Die Gläubigen in Korinth waren in jeder Hinsicht herausragend: Sie hatten grossen Glauben, begabte Prediger und Lehrer, Erkenntnis, Begeisterung und Liebe. Paulus wollte, dass sie auch im Geben führend wurden. Das Geben war eine natürliche Reaktion der Liebe. Paulus befahl den Korinthern nicht zu geben, sondern er ermutigte sie zu beweisen, dass ihre Liebe echt war. 

 Die Gemeinde in Mazedonien spendete trotz ihrer Armut viel Geld an die arme Gemeinde in Jerusalem. Das lag daran, dass Gottes Gnade in ihren Herzen stark wirkte. 

 Gottes Gnade empfangen zu haben bedeutet, Gottes Liebe erfahren zu haben. Wer Gottes Liebe erfahren hat, kann nicht mehr nur für sich selbst leben. Paulus wusste, dass auch die Gemeinde in Korinth Gottes Liebe in grossem Masse erfahren hatte. Durch Gottes Gnade gab es in der Gemeinde in Korinth viele Reiche. Paulus bat sie, entsprechend der Gnade, die sie empfangen hatten, mit Freude und Dankbarkeit viel für die bedürftige Gemeinde in Jerusalem zu spenden. Das war auch die selbstverständliche Pflicht eines Gläubigen, der Gnade empfangen hat. Spenden dürfen jedoch niemals erzwungen werden, sondern müssen mit Freude und Dankbarkeit erfolgen. Nur so wird es für alle zum Segen. Der Gebende empfindet doppelte Freude, und der Empfangende nimmt die Gabe mit Freude entgegen. Das wird zu einem positiven Kreislauf, durch den das Evangelium in der Welt bezeugt wird. 

 Wir haben von Gott viel Gnade empfangen. Durch Jesus haben wir unbeschreibliche Gnade empfangen. Was ist die Gnade Jesu? In Markus 5 begegnen wir dem Besessenen von Gerasener. Er lebte als unsozialer Mensch, der sich in Gräbern niedergelassen hatte und sich von niemandem stören liess. Jesus fragte ihn nach seinem Namen. Er nannte sich «Legion», was bedeutete, dass Hunderte von Dämonen in ihm wirkten. Er hatte vergessen, wer er war. Er wusste nicht, wer er war. Doch Jesus opferte eine grosse Herde Schweine, um den Besessenen von Gerasener zu retten. Die Menschen freuten sich nicht darüber, dass ein Mensch geheilt wurde. Stattdessen erkannten sie, dass sie durch Jesus einen enormen materiellen Schaden erlitten hatten, und liessen Jesus gehen. Sie konnten Jesus nicht ertragen. Sie erkannten nicht die unermessliche Gnade Jesu, der einen Menschen gerettet hatte. Sie waren voller Opfergefühle, weil sie durch Jesus einen grossen Verlust erlitten hatten. Das ist die Gnade, die wir erfahren haben. Ohne Jesus hätten wir wie Verrückte in dieser Welt gelebt, ohne uns an die Gesellschaft anpassen zu können. Aber Jesus hat sein Leben geopfert, um uns neues Leben zu schenken. Das Leben, das wir erhalten haben, ist der Preis für das Leben des Sohnes Gottes. Das lässt sich nicht mit Geld berechnen. Genau diese Gnade haben wir empfangen. Jetzt bin ich nicht mehr mein Herr, sondern Jesus, der in mir ist. Jesu Liebe gilt immer den armen Waisen, Witwen und Fremden. Er ist bei den Schwachen, die in dieser Gesellschaft verfolgt und verstossen werden. Jesus hat ganz klar gesagt, dass er nicht gekommen sei, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder. Da wir Sünder durch das Blut Jesu Erlösung erfahren haben, haben wir nun die unaussprechliche Gnade des Herrn empfangen. Aber wir dürfen die armen Menschen dieser Welt nicht ignorieren. Der Apostel Paulus sagt uns in 2. Korinther 6,1 ganz klar: «Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfangen.» Da wir diese Gnade empfangen haben, sollten wir nicht geizig sein, wenn es darum geht, unseren Nächsten, der Gemeinde und unseren Brüdern und Schwestern zu dienen. Wir sollten grosszügig sein und uns ohne Vorbehalte für die Mission in der Schweiz einsetzen, insbesondere dafür, junge Studierende zum Herrn zu führen. Wir sollten unsere Jugend, unsere 20er, 30er, 40er, 50er, 60er und 70er Jahre mit Freude für die Evangelisierung dieses Landes und die Weltmission einsetzen und unsere Fähigkeiten, unsere materiellen Güter, unsere Zeit und unser Herz hingeben, um die Liebe Christi vollständig zu offenbaren. 

Zweitens, Jesus wurde arm, damit wir reich würden. 

 Lesen wir gemeinsam Vers 9: «Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet.» Die Bibel sagt klar im Christenleben: Geben ist seliger als Nehmen. (Apg 20,35) Unser Gemeindemotto lautet: «gebende und dienende und segnende Gemeinde.» Gott hat seinen Sohn, Jesus für uns Menschen gerne gegeben. Gottes Sohn hat sein Leben für uns gelassen. Jesus hat als Gottes Sohn ein armes Leben geführt. Vor allem hat er uns durch seinen Tod die Liebe Gottes erwiesen. Er hat durch seine Armut andere reich machen wollen. Daher haben viele Menschen ihm nachfolgen wollen. 

 Einmal hat Jesus mit fünf Fischen und zwei Broten über 5000 Menschen satt gemacht. Die Menschenmenge haben Jesus als ihren König einsetzen wollen. Aber Jesus hat es abgelehnt. Er hat alles in der Welt für die Menschen nachgegeben. Er ist Allmächtiger, Allwissender Gott. Aber er hat sich demütigt, um den Hochmütigen zu helfen. Er ist der Inhaber von allen Leben und die Quelle des Lebens. Er hat sein Leben für uns gekostet. Er hat ganzes Universum geschaffen. Trotzdem hat er nicht ein Stück Land in der Welt gehabt. Er hat keine Wohnung oder eine Unterkunft gehabt. Im Lukasevangelium Kapitel 9, 58 heisst es: «Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.» Jesus wurde arm, indem er seine Stellung als Gott aufgab. Er wurde Mensch. Damit hat er in der Welt auf so vieles verzichtet. Er hat seine Herrlichkeit und Gottes Macht abgelegt, als er Mensch wurde. Doch indem er dies tat, machte er uns reich, weil er uns Erlösung und ewiges Leben schenkte. Als Mensch war Jesus das Gesetz von Raum und Zeit und anderen menschlichen Begrenzungen unterworfen. Er hat auf seine Rechte verzichtet. Er hat lediglich Gottes Willen sein Leben lang erfüllt. Er ignorierte die menschliche Beliebtheit, weltlichen Ruhm und irdische Dinge. Aber er wurde arm um unseretwillen, weil er uns reich machen wollte. 

 Die christliche Geschichte redet über diese Tatsache. Literatur, Musik, Bau, Verfassung, Politik usw. sind aus dem Geist von Jesus gekommen. Vor allem wissen wir nicht, wie viele Menschen die wunderbare Gnade und Barmherzigkeit Gottes bekommen haben. Wir können diese Zahl nicht berechnen. Wie viele Menschen sind durch Jesus reich durch die Armut Jesu geworden. Das bedeutet nicht Haben, sondern Sein. Natürlich sind einige Menschen dabei, die Gnade von Jesus zu vergessen. Aber die meisten von ihnen wollen nach dem Beispiel Jesu ihr Leben wie Jesus leben. Sie haben durch die Armut Jesu ihre Gesundheit wiederhergestellt. Die, die im Leben versagt haben, haben in Jesus wieder ein erfolgreiches Leben geführt. Die, die ein eiskaltes Herz haben, wurden warmherzige Menschen. Menschen in Not konnten eine Hilfe von Jesus bekommen und bekommen jetzt immer weiter, weil Jesus für uns arm geworden ist. Die, die die Gnade Jesu erfahren haben, wollen auch die Gnade Jesu mit anderen teilen. Daher komponieren sie wunderbare Musik. Sie haben auch die wunderschöne Kirche gebaut. Sie organisieren den vielen gemeinnützigen Verein für die Armen, Kranken, und den Weltfrieden. Hierzulande in der Schweiz können wir viele Beispiele finden: UNO, Rotes Kreuz, Pestalozzi Kinderdorf, Terre des hommes und zahlreiche andere internationale Hilfsorganisationen. Sie haben gemeinsam den Geist von Teilen mit anderen. 

 Lesen wir gemeinsam Vers 15: «wie geschrieben steht: Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluss, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel.» Wie wir geben, ist ein Spiegel unserer Hingabe an Christus. Daher müssen alle Christen einen gebenden Geist im Herzen haben. Die Materialien, die wir haben, die Karriere, die wir haben, die Ruhm, die wir haben, sind nicht von uns. Alles ist von Gott.  Gott will, dass wir unseren Besitz mit anderen teilen. Das ist Gottes Wille und ein richtiges Leben in Christus. Dadurch offenbart die Liebe Gottes zu Menschen. Dadurch wird der Namen Jesus in der Welt verherrlicht. 

 Nach dem Gymnasium führte Gott mich zur UBF Missionsgemeinde. Er rettete mich von der Sünde und erlöste mich mit seinem Blut und schenkte mir ein neues Leben. Er heilte mich von der Finsternis und Hoffnungslosigkeit. Durch die Armut meines Herrn, Jesus Christus, wurde ich auch reich. Ich bin auch davon ein Zeuge. Ich war ein armer Mensch im Geist und im Fleisch. Aber er wurde mein guter Hirte im Leben. Er hat mir geholfen, das Unistudium ohne Mangel abgeschlossen zu haben. Und ausserdem hat er mir auch geholfen, viele Menschen zu Jesus zu bringen. Sowohl einige Studenten als auch Familienangehörige wurden reich in Christus. Gott hat mir viel Grosses getan. Er hat mir auch eine wunderschöne Familie gegeben. Meine Familie hat er für die Campusmission bis jetzt kostbar gebraucht. Ich bin sehr dankbar, dass er uns als Segen für die Schweizer Studenten eingesetzt hat. Er führt unsere Gemeinde zur Missionsgemeinde. Darum danken wir, dass Gott uns alle als Segen für die Campusmission aufgestellt hat und dass er uns auch gebraucht, bedürftigen Menschen zu helfen. Gott hat Marianne Blessing und Sybille Grace, Ruth und Esther in allen Bereichen reich gemacht. Wir preisen Gott, der uns alle durch seine Armut reich gemacht hat. 

Drittens, Die finanziellen Gaben in der Gemeinde sollen immer transparent sein.

 Gott hat Titus dieselbe Begeisterung für die Gemeinde in Korinth gegeben, wie auch Paulus sie empfindet. Er war gleich einverstanden, zu ihnen zu reisen, ohne dass Paulus ihn erst lange darum bitten musste. Paulus hatte mehrere Mitarbeiter, aber Titus war für ihn ein ganz besonderer Mitarbeiter. Titus war ein Mann mit einer Leidenschaft, die der von Paulus in nichts nachstand. Die Verse 18 bis 21 beschreiben zwei weitere Brüder, die Titus bei seiner Mission begleiteten sollten. Der erste wird in den Versen 18 bis 21 beschrieben, der zweite in Vers 22. Beide werden nicht mit Namen genannt. Dieser Abschnitt der Schrift ist wertvoll, weil er zeigt, welche Vorsichtsmassnahmen Paulus bei der Verwaltung von Spendengeldern traf, damit ihn niemand beschuldigen konnte, das Geld zu veruntreuen. Verse 18 und 19: «Wir haben aber den Bruder mit ihm gesandt, dessen Lob wegen seines Dienstes am Evangelium durch alle Gemeinden geht. Nicht allein aber das, sondern er ist auch von den Gemeinden dazu eingesetzt, uns zu begleiten, wenn wir diese Gabe überbringen dem Herrn zur Ehre und zum Erweis unseres guten Willens.» Paulus schickte noch einen anderen Bruder mit Titus. Er wird in allen Gemeinden als Prediger von Gottes Botschaft sehr gelobt. Er hatte einen guten Ruf im Werk des Evangeliums. Er war vertrauenswürdig, darum konnte er das gesammelte Geld nach Jerusalem bringen. Vers 20: «So verhüten wir, dass uns jemand übel nachredet wegen dieser reichen Gabe, die durch uns überbracht wird.» Paulus legte grössten Wert auf absolutes Vertrauen, als er die vielen Spenden nach Jerusalem brachte. Er wählte einen Mann aus, der in der Gemeinde und im Dienst des Evangeliums eifrig und lobenswert war, und sandte ihn nach Jerusalem. Damit wollte er vor Gott und den Menschen keinen Makel hinterlassen. Das bedeutet, dass in der Gemeinde alle finanziellen Angelegenheiten transparent sein müssen. In Vers 22 berief Paulus einen weiteren Mann für diesen Dienst, von dem er sagte, dass er sich in der Gemeinde bereits mehrfach bewährt habe. 

 Er sagte, dass er Titus besonders vertraute. Lesen wir gemeinsam die Verse 23 und 24: «Es sei nun Titus, der mein Gefährte und mein Mitarbeiter unter euch ist, oder es seinen unsere Brüder, die Abgesandte der Gemeinden sind und eine Ehre Christi: Erbringt ihnen den Beweis eurer Liebe und des Ruhmes, den wir euretwegen haben, öffentliche vor den Gemeinden.» Paulus bezeichnete sie als «meine Gefährten», «meine Mitarbeiter», «Abgesandte der Gemeinden» und «die Ehre Christi». Was für ein grosses Lob ist das! Die Gemeinde braucht genau solche Mitarbeiter. Eine Gemeinde, in der immer wieder Gläubige auftauchen, die bereit sind, sich für Gott und die Gemeinde einzusetzen, auch wenn es anstrengend, schwierig oder gefährlich ist. Eine Gemeinde, die solchen Mitarbeitern dankbar ist und stolz auf sie ist, wird die Herrlichkeit Christi offenbaren.

 Die Gemeinde ist die Braut Christi. Sie wartet auf Jesus. Die Gemeinde auf dieser Erde ist eine Versammlung heiliger Gläubiger, die durch das kostbare Blut Jesu Christi erlöst wurden. Wenn die Gemeinde auf dieser Erde diese Reinheit verliert, kann die Welt keine Hoffnung mehr finden. Die Gemeinde auf dieser Erde muss als heilige Braut rein bleiben, bis der Herr wiederkommt. Wir sind die heiligen Bräute des Herrn. Wir dürfen die Gnade des Herrn nicht umsonst empfangen. Die Gnade, die uns der Herr geschenkt hat, ist so gross, dass wir sie nicht ermessen können. Deshalb können wir durch seine Gnade ein Leben in Freude führen. Der Herr hat alle Herrlichkeit des Himmels aufgegeben und ist zu uns gekommen, um uns reich zu machen. In Christus geniessen wir diesen Reichtum. Nun müssen wir als heilige Kirchengemeinschaft das Evangelium verkünden. Vor allem müssen die Finanzen innerhalb der Gemeinde transparent gehandhabt werden. Unsere Gemeinde ist sehr klein. Wir verwalten die Finanzen der Gemeinde transparent. Die Finanzen werden über Bankkonten nachvollziehbar verwaltet. Wir spenden auch für Menschen in Not auf der ganzen Welt und legen alles offen. Wir tun dies, weil wir in unseren guten Taten vor Gott und den Menschen ohne Makel sein wollen. Vor allem aber wollen wir damit verhindern, dass das Vertrauen in die Verkündigung des Evangeliums erschüttert wird. Unser Herr ist treu. Er liebt uns unverändert, vergibt uns unsere Sünden und hat uns zu seinen Kindern gemacht. Der Herr hat uns seine Liebe gezeigt, indem er sogar sein Leben für uns hingegeben hat. Deshalb können wir dem Herrn für immer vertrauen. So kann auch unsere Gemeinde die von Gott gegebenen Finanzen transparent verwalten und sich für die Weltmission einsetzen. Unsere Versammlungen sind das Vertrauen des Herrn. Unsere Gottesdienste sind die Herrlichkeit des Herrn. Wir preisen die Gnade des Herrn, der uns all dies geschenkt hat. Wir beten, dass unsere Gemeinde auch in Zukunft als heilige Braut des Herrn ein wertvolles Werkzeug zur Ausbreitung des Reiches Gottes auf dieser Erde sein darf. Wir beten inständig, dass unsere Gemeinde durch den Word Mission Congress 2026 noch mehr Kraft für die Campusmission und die Weltmission einsetzen kann und dass wir alle unsere Finanzen, unsere Zeit, unsere Fähigkeiten und unsere Gaben mit Freude teilen können, um verlorene Seelen zu retten. 

«Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesu Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet.»

Halleluja, Amen.