Gottes Bote – ein heiliger Same vor Gott

Jesaja 6,1-13

Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!

Jesaja 6,8

Gott hat uns anlässlich des Weltmissionskongresses dieses Wort gegeben. So wie in den Tagen Judas ist auch unsere heutige Zeit von Sünde geprägt und liegt in Finsternis, weil sie Gott ablehnt. Ich bete darum, dass wir durch das heutige Wort Gottes Willen erkennen und darauf antworten können. 

“In dem Jahr, als der König Usija starb”

In 2. Chronik, Kapitel 26, wird ausführlich über König Usija berichtet. Der Hintergrund von diesem Abschnitt war das Jahr, in dem König Usija von Juda starb. Usija hatte etwa zweiundfünfzig Jahre lang regiert und dem Volk grossen Wohlstand gebracht. Das Volk von Juda erlangte wirtschaftlichen Wohlstand und militärische Stärke. In den ersten Jahren seiner Herrschaft diente Usija Gott demütig. Später jedoch wurde sein Herz hochmütig. Er versuchte sogar, im Tempel Weihrauch zu verbrennen, was nur den Priestern gestattet war. Wegen seines Stolzes und seines Ungehorsams bestrafte Gott ihn mit Aussatz. In vielerlei Hinsicht spiegelte Usija den geistlichen Zustand Judas wider. Äusserlich sah die Nation stark und wohlhabend aus und hielt den Gottesdienst, doch innerlich war sie stolz, korrupt und verdorben. Gleichzeitig gewann das Assyrische Reich rasch an Macht. Das Volk von Juda war von der Angst erfüllt, Assyrien könnte einfallen und es vernichten. Doch anstatt sich auf Gott zu verlassen, vertrauten sie auf Ägypten und andere Nationen, um Schutz zu finden. Dann starb sogar König Usija, ein starker fähiger Herrscher. Das Volk wurde zutiefst besorgt und ängstlich.

Vers 1-3: “1 In dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel. 2 Serafim standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füsse und mit zweien flogen sie.”

Jesajas Wirken begann im Jahr 742 v. Chr., als König Usija starb.

Obwohl die Zeiten düster waren, floh Jesaja nicht vor der Realität, indem er z.B. trank und Vergnügen suchte. Er blieb mit gebrochenem Herzen im Tempel. Dann wurde ihm eine Offenbarung Gottes zuteil. Auch wenn es uns so vorkommt, als wären wir von allen Seiten eingeschlossen, ist der Himmel doch offen. Selbst in den verzweifeltsten Situationen, in denen wir fast aufgeben müssten, begegnet Gott uns gerade dann am stärksten, wenn wir auf ihn hoffen.

Jesaja sah, dass Gott auf einem grossen und erhabenen Thron sass. Im Vers 5 hat Jesaja diesen HERRN als König bezeichnet. Der unvollkommene menschliche König Usija ist gestorben, doch unser wahre König, Gott lebt seit Anbeginn der Zeit bis heute und regiert über alle menschlichen Angelegenheiten.

Die Seraphim, also die Engel mit sechs Flügeln, bedeckten mit zwei Flügeln ihr Gesicht, da sie es nicht wagten, Gott direkt anzusehen, und mit den anderen beiden Flügeln bedeckten sie ihre Füsse, die als Symbol der Unreinheit galten.

Vers 3-5 “3 Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll! 4 Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch.“

Im Gegensatz zu Jesaja und dem Volk, das in Verzweiflung gestürzt ist, preisen und verherrlichen die Engel Gottes Heiligkeit. Während die Menschen nur Verzweiflung sahen, sahen die Engel die ganze Welt von Gottes Herrlichkeit erfüllt.

Der Name «HERR Zebaoth» betont Gottes Selbstunabhängigkeit und ewige Unveränderlichkeit. Auch wenn diese Welt durch die Verzweiflung und die Sünden der Menschen befleckt ist, regiert und herrscht der Herr, Gott, unverändert über die Welt und verwirklicht seinen heiligen Willen. Das ist der Grund, dass wir unter allen Umständen beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme und dein Wille geschehe. Lass uns über die Lage hinaus unseren allmächtigen Gott loben.

Wie reagierte Jesaja auf diese Offenbarung und Gegenwart Gottes?
“5 Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.“

Vor der Gegenwart Gottes empfand er grosse Schuld wegen seiner unreinen Lippen und der seines Volkes. Wahrscheinlich beklagte er sich bei Gott wegen der Lage und legte seine Frustration im Gebet dar. Er sah, wie herrlich die Engeln im Vergleich zu ihm allein Gottes Heiligkeit lobten. In Matthäus 15 sagt Jesus, was aus unserem Mund kommt, uns unrein macht, nämlich die Sünden voller Ehebruch, Unzucht und Lügen aus Herzen. Jesaja tat Busse für seine unreine Lippen somit seine Sünden. Er schob die Schuld nicht auf andere. Auch unsere Lippen werden unrein vor Gott, wenn wir nur das aussprechen, was wir sehen, hören und fühlen. Angesichts schwieriger Situationen äussern Menschen aus Angst unüberlegte Worte: „Ich bin unsicher für die Prüfung, Ich bin verloren“, „Es gibt viele, die fähiger sind als ich, also bin ich verloren“, „Da es viele Atheisten gibt, ist Gottes Erlösungswerk gescheitert“. 

In 4. Mose 14 klagten die zehn Männer, die das Land Kanaan erkundet hatten, dass die Kanaaniter gross und stark seien, sie aber nur kleine Heuschrecken, und dass Israeliten alle sterben würden. Sie sprachen nur nach Augenmass, aber verstanden das Herz Gottes nicht, der sie als freie Menschen in das Land Kanaan führen wollte, in dem Milch und Honig fliessen. Als sie klagten: „Wir sind dem Tode geweiht, wir sind verloren!“, sprach Gott zornig: „Ich werde tun, was ich gehört habe.“ 

Wie furchtbar ist das! Wollen wir wirklich, dass unser Leben ruiniert wird? Oder hoffen wir auf den Sieg des Glaubens und darauf, dass Gott uns als Quelle des Segens gebraucht? Niemand wird sich wohl wünschen, dass sein Leben verzagt wird. Dann müssen wir Busse für unsere unreinen Lippen tun. In Römer 10 heisst es, dass wir gerettet werden, wenn wir mit dem Mund bekennen, dass Jesus der Herr ist. Aus unserem Mund kommen sowohl Verderben als auch Leben. Unsere Worte müssen sich also ändern.

Als Jesaja für seine unreinen Lippen Busse tat, reinigte ein Engel seinen Mund mit einer glühenden Kohle vom Altar. Seine Sünden wurden weggenommen und ihm vergeben.
Vers 6-7: «6 Da flog einer der Serafim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, 7 und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei.»

Was bedeutet diese glühende Kohle für uns? Was nimmt all unsere Sünden weg und schenkt uns Vergebung? Es ist das heisse Feuer der Kohle, das alles verbrennt und jede noch so schmutzige Sünde wegwäscht – nämlich das rote Blut Jesu.

Wir sind mit Jesus gestorben und nun er lebt in uns. Wir sprechen wie Jesus sprach. Schauen wir uns die Worte Jesu an. Er sagte, das 12-jährige tote Mädchen sei nicht tot, sondern schlafe nur. Zu Maria, der Schwester des seit drei Tagen toten Lazarus, sagte er: „Dein Bruder wird auferstehen. Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Als er mehr als zehntausend Menschen zu speisen hatte, sah er bloss die fünf Brote und zwei Fische. Aber er dankte dafür, sprach das Segensgebet und vollbrachte ein Wunder. Zu den Blinden verkündete er: „Euch geschehe nach eurem Glauben!“ Selbst in einer Situation des Todes verkündete er das Wort des Lebens und der Heilung und der Vergebung, und es geschah, wie er sprach. Gott versprach dem alten kinderlosen Abraham: Du sollst ein Segen vieler Völker sein und das geschah. 

In Johannes 15, 7 sagt Jesus: «Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.»
Lesen wir Gottes Wort, lernen es auswendig, verkündigen das und beten danach. Es wird so geschehen. Das ist das grosse Privileg für Kinder Gottes. Ich weiss es, wie fleischlich und pessimistisch ich bin. Darum bin ich angewiesen auf das heilige und mächtige Wort Gottes. Neben Intensiv-Bibellesen fang ich an, das Buch Johannes auswendig zu lernen. Ich bete, dass Jesus in mir mächtig lebt. wir wollen verkündigen und segnen, dass Gott jeden von uns mit Jesu Blut reinigt und als Segensquelle für Campusmission and Umfeld gebraucht. Auch das Reich Gottes komme an der Uni. Es wird so geschehen. 

Vers 8a “Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?“
Jesaja ist nun rein im Herzen und auf den Lippen, sodass er endlich Gottes Stimme hört und Worte spricht, die auf Gottes Willen reagieren. So ist er mit Gott vereint. 

Unser Gott, der HERR Zebaoth, der das sündige hartnäckige Volk aus seiner Barmherzigkeit dennoch nicht aufgeben kann, sucht seine/n Mitarbeiter/in. So berief Jesus seine Jünger für die Schafe ohne Hirten. Wen sucht Gott? Einen CEO, der gut wirtschaften kann? Oder einen Fachmann für künstliche Intelligenz? Wenn Unternehmen in der Welt Mitarbeiter einstellen, gibt es viele Voraussetzungen. Gott jedoch stellt keinerlei Bedingungen. 

Er sucht Bote/Botin. Selbst wenn die Menschen in Sünden leben und Gottes Wort nicht hören wollen, sucht Gott unverändert nach Menschen, die sein Wort als Sprachrohr weitergeben. Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft.

Was war die Antwort von Jesaja?
Vers 8b «Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!»

Egal, welche Leistungen ein Mensch vollbringt, er hat keinen Anspruch darauf, von Gott gebraucht zu werden. Nur wer an das Blut Jesu und Gottes Barmherzigkeit festhält, kann als Gottes Bote/Botin gebraucht werden. Seine Mission würde angesichts der Hartnäckigkeit der Menschen nicht leicht. Dennoch bekannte Jesaja: „Hier bin ich, sende mich!“ Denn er erlebte selbst Gottes vergebende Liebe und Barmherzigkeit. Er wollte sich an Gottes Herz beteiligen, dass er sein sündiges Volk dennoch nicht aufgeben kann. Die Ablehnung der Menschen entmutigt mich, aber ich erlebte, wie mein Gott mich trotz Sünden nicht aufgab und mir Barmherzigkeit tat. So kann ich auch Menschen in Unwissenheit und Sünden nicht aufgeben und bekenne im Gebet demütig: Herr, hier bin ich, erbarme dich meiner und gebrauche mich. 

Aber bloss eine Person für so viele Menschen, die in Sünden leben?

Es erscheint winzig. Doch vor Gott ist das anders.

Jeremiah 5,1: «Geht durch die Gassen Jerusalems und schaut und merkt auf und sucht auf den Strassen der Stadt, ob ihr jemand findet, der Recht übt und auf Wahrheit hält, so will ich ihr gnädig sein.»

Gott sagt, dass alle Menschen in der Stadt Vergebung erlangen, sobald er auch nur einen einzigen Menschen findet, der vor ihm leben möchte. Schaut euch um. Die meisten sind Atheisten und viele sehen es als höchsten Wert an, viel Geld zu verdienen, Erfolg zu haben und dem Vergnügen nachzujagen. Sie lehnen Gott und sein Wort ab und leben ein materiell orientiertes Leben; sie sind süchtig nach dem Dopamin, das ihnen Drogen, Begierden, Alkohol, Spiele und soziale Medien verschaffen.

Wie schwer ist es, auf dem Campus nur eine einzige Person zu finden, die bereit ist, Gottes Wort zu studieren? Da könnten wir leicht den Mut verlieren und denken: „Was hat meine Missionierungsarbeit überhaupt für einen Sinn?“ Aber wir sollten zuerst diese einzige Person vor Gott sein, die unter allen Umständen gemeinsam mit Jesus den Weg gehe und die Fürbitte für diese Generation leitet. 

Sybil bereitet Mittwochs mehr als 80 Bibelverse vor und verteilt sie etwa 1-2 Stunden lang an Studenten an der Universität Basel. Sibylle und Marianne erzählten, dass sie für diejenigen, die sie im Dienst für Gott aggressiv ansprachen, umso inniger Fürbitte beteten. Eines Tages wurde Sybil woanders angesprochen: „Bist du nicht diejenige, die an der Universität Bibelverse verteilt?“ Was für eine grosse Gnade ist das doch, dass sie als Gottes Botin erkannt wurde! Jihye spricht mit ihren Freunden auf dem Campus über Gottes Sichtweise, auch wenn sie dies nicht annehmen. Marianne betet für die Hochschule in Biel. Wie klein sind wir doch in einer Zeit des Unglaubens. Doch Gott achtet auf jeden Einzelnen von uns, der inmitten der Finsternis vieler Ungläubiger das Licht des Wortes und des Gebets vor Gott entzündet. 

Was geschieht mit Jesaja, der Gottes Wort verkünden will? Wird ihm ein roter Teppich ausgerollt und eine rosige Zukunft eröffnet?

Verse 9-12: «9 Und er sprach: Geh hin und sprich zu diesem Volk: Höret und verstehet’s nicht; sehet und merket’s nicht! 10 Verfette das Herz dieses Volks und ihre Ohren verschliesse und ihre Augen verklebe, dass sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit ihren Ohren noch verstehen mit ihrem Herzen und sich nicht bekehren und genesen. 11 Ich aber sprach: Herr, wie lange? Er sprach: Bis die Städte wüst werden, ohne Einwohner, und die Häuser ohne Menschen und das Feld ganz wüst daliegt. 12 Denn der HERR wird die Menschen weit wegführen, sodass das Land sehr verlassen sein wird.»

Die Botschaft, die er dem Volk überbringen soll, ist eine Botschaft der Umkehr. Gott hat aufgrund ihrer Sünden bereits 70 Jahre lang in babylonischer Gefangenschaft vorgesehen. Das Land Jerusalem wird sehr verlassen werden. Tatsächlich bleibt später nur eine kleine Gruppe sehr armer Menschen zurück, um das Land zu bewirtschaften. Statt auf diese Ermahnung demütig Busse zu tun, sind ihre Ohren und Augen, die schon lange in der Sünde verharren, verschlossen. Sie hegen eher Groll als Reue. 

Doch selbst in einer Situation, in der alles verloren scheint, vollbringt unser Gott sein Heilswerk weiterhin durch heilige Samen.

Vers 13: «Auch wenn wir nur der zehnte Teil darin bleibt, so wird es abermals kahl gefressen werden, doch wie bei einer Terbinthe oder Eiche, von denen beim Fällen noch ein Stumpf bleibt. Ein heiliger Same wird solcher Stumpf sein.»

Erstaunlicherweise wird Gottes heiliger Same nicht in Zeiten des Friedens und des Wohlstands vorbereitet. Gerade dann, wenn die grosse Mehrheit der Menschen die Sünde gutheisst und den Wert von Gottes Wort nicht erkennt, wird eine kleine Schar heiliger Samen vorbereitet.

So wie für Israel die 70-jährige babylonische Gefangenschaft bevorstand, rückt auch für uns die Zeit der Wiederkunft Jesu näher. Aber die Menschen konzentrieren sich darauf, wie sie mit Bitcoin und sozialen Medien schnell und einfach viel Geld verdienen können. Wer interessiert sich schon für Gottes Wort, das uns auffordert, heilig und aufrichtig zu leben und die selbstlose Liebe Jesu auszuüben? Doch vergessen wir nicht, dass Gott gerade durch diese sündigen Zeit eher seinen heiligen Samen vorbereitet. Gottes Bote und Botin gehörten zu diesen heiligen Samen. 

Zu welcher Bote/Botin, heiliger Same will Gott uns formen?

Zunächst einmal wünscht er sich, dass wir zu Bote/Botin und heiligen Samen werden, die Gottes Herz kennen.
Schaut ihr euch das Alte Testament an – wie dick es ist! Es ist ermüdend, wie sich Sünde, Gericht und Wiederherstellung im Alten Testament unaufhörlich wiederholen. Doch daran erkennen wir, wie lange Gott selbst von den Menschen wegen Götzendienst abgelehnt wurde. An der Ablehnung, die wir erleben, können wir Gottes Schmerzen verstehen. Als Gottes Bote/Botin und heilige Samen können wir in das Herz des verwundeten Hirten Gottes einfühlen. Es ist grosser Wunder und Gnade, dass Gott uns die geistliche Augen und Ohren geöffnet hat. Es ist klar: Gott will uns als heilige Same für das Reich Gottes auf dieser Welt gebrauchen. 

Zweitens wünscht Er sich, dass wir zu heiligen Samen werden, die dem Herzen und dem Leben Jesu nacheifern.
Jesus stieg nicht vom Kreuz herab, um sich als Messias zu beweisen, was eine Versuchung der Menschen war. In den Augen der Menschen erschien er als ein machtloser Gefangener. Doch durch seinen Gehorsam wurde er zum Lamm Gottes, das die Sünden der Menschheit tilgt, und vollendete die Erlösung. Auch wenn ich mich vor Hartnäckigkeit der Menschen hilflos fühle, halte ich fest an diesen Jesus am Kreuz und will vor Gott als Botin leben. Früher habe ich mich auf den Erfolg konzentriert, dass viele Menschen in die Gemeinde kommen. Doch die Hartnäckigkeit der Menschen formt mich zu einem heiligen Samen, das sich nicht auf den Erfolg, sondern auf Jesus am Kreuz konzentriert und mit ihm wandelt.

Drittens formt Gott uns in solchen Zeiten zu einem heiligen Samen, der nach Wort Gottes lebt.
Noah wandelte mit Gott wie ein Aussenseiter. Gott hat durch diese Familie nach der Sintflut die Geschichte der Menschheit neu gestaltet. Ich dachte früher, dass ich Gottes Herrlichkeit durch meinen Erfolg offenbare. Doch ich habe erkannt, was Gott am Besten gefalle, ist, in jeder Situation auf Gottes Wort zu vertrauen und mit Gott zu wandeln. Diese Welt vergeht, aber Gottes Wort bleibt in Ewigkeit. Wir sind dankbar, in dieser flüchtigen Welt das ewige Wort, die Wahrheit haben. Ich bete, dass wir nach dem ewigen Wort Gottes leben und inmitten der Sünden und Strömungen unserer Zeit als seine Bote/Botin und heiliger Same Gottes sein.

Durch diesen Text erkenne ich, wie die Engel herrlich über die Herrlichkeit Gottes loben. Diese Engel loben auch gegenwärtig Gottes Heiligkeit. Trotz ungünstiger Lage erfüllt Gottes Herrlichkeit immer über die Welt und Universum. Denn er wirkt nach seinem Wort und Verheissung über die Zeit. Jesu Blut und sein Wort reinigt uns und befähigt uns, nicht der Sünde, sondern als Bote/Botin dem lebendigen Gott zu dienen und Früchte zu bringen.  

Lass uns mit unseren Lippen bekennen: Unsere Sünden und Unzulänglichkeit sind schon mit Jesus gestorben. Nun lebt Jesu Liebe, Hoffnung und sein Wort des Lebens in uns. Lass uns das Wort des Lebens in unserem Lippen behalten und im Campus geduldig verkündigen. Es sollte so geschehen. Möge Gott uns als heiligen Samen für das Reich Gottes auf dieser Welt kostbar gebrauchen. 

Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!