Davids Sünde und Busse

2.Samuel 11,1-12,31

Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesündigt gegen den Herrn.

2.Samuel 12,13a

Wir wissen, wie grossartig König David war. Er hat König Saul nicht wirklich beseitigt. Er wollte auch nie König werden. Er liebte Gott und sein Volk. Im Mittelpunkt seines Lebens stand die Ehrfurcht vor Gottes Namen. Er war nur ein einfacher Hirtenjunge. Seine sieben Brüder wurden alle nicht zum König gewählt. Er hütete auch damals noch unverändert die Herde seines Vaters. Da kam David als Letzter zu Samuel. Sein Aussehen war nach 1. Samuel 16,12b: «Er war bräunlich, mit schönen Augen und von guter Gestalt.» Er wollte auf keinen Fall selbst König werden. Er besiegte den Philister-General Goliat, der den Namen Gottes entehrte, mit einem Steinschleuder. Er schrieb neue Geschichte. Er wurde viele Jahre lang von König Saul verfolgt, aber er tötete König Saul nicht mit eigenen Händen. Er gehorchte Gottes Zeitplan und wurde schliesslich König des vereinigten Israels. Er war der mächtige König, der einen Grossteil des von Gott versprochenen Landes einnahm und regierte. Er hatte treue Generäle an seiner Seite. Und er hatte viele Frauen und Kinder. Seine Königsherrschaft war stark. Seine Familie war stark. Niemand konnte König David etwas anhaben oder sich ihm widersetzen. Äusserlich gesehen war König David ein König mit grosser Macht geworden. 

 Lasst uns an dieser Stelle einmal nachdenken. Hat er wirklich Geschichte geschrieben? Hat die Person David Geschichte geschrieben? Oder hat die Geschichte ihn geschaffen?

 Heute sehen wir in der Geschichte wiederkehrende Sünde und Verfall, aber auch die Liebe, Barmherzigkeit und Wiederherstellung Gottes. Die Geschichte unseres Lebens ist wie die Davids. Gibt es jemanden, der das bestreiten würde? Es gibt keine Ausnahme. Denn wir alle tragen das sündige Blut Adams in uns. Deshalb müssen wir heute durch das Blut Christi von unseren Sünden gereinigt werden. Das ist unsere Geschichte und die Geschichte der Menschheit. Und im Zentrum dieser Geschichte steht Gott. Wir wollen durch den Verfall von David Gottes Barmherzigkeit wie folgt zusammen anschauen.

Erstens: Die Begierden des Menschen sind unendlich.

Zweitens: Die endlosen Sünden des Menschen haben keine Lösung.

Drittens: In der Verdorbenheit des Menschen offenbart sich die Gnade und die Wiederherstellung des Herrn.

 In diesem Text haben wir alle eine lebendige Hoffnung in Gottes Gnade. Wir sehen eine endlose Liebe Gottes gegenüber den Menschen.

Erstens, die Begierden des Menschen sind unendlich. 

 Lesen wir gemeinsam Vers 11,1; «Und als das Jahr um war, zur Zeit, da die Könige ins Feld zu ziehen pflegen, sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und ganz Israel, damit sie das Land der Ammoniter verheerten und Rabba belagerten. David aber blieb in Jerusalem.» David genoss die höchste Zeit in seinem Leben. In der weltlichen Ansicht war er ein erfolgreicher König. Er wurde König des vereinigten Königreichs Israel und hatte loyale Generäle wie Joab an seiner Seite. Er eroberte weite Gebiete und regierte das Land stabil. Der Ruhm König Davids wuchs weiter. Das Land war so mächtig, dass er nicht mehr in den Krieg ziehen musste. Er hielt sich im Königspalast in Jerusalem auf. 

 Er schlief bis spät in die Nacht und stand dann auf. Er spazierte gemächlich auf dem Dach des Palastes umher und genoss die frische Luft. Da sah er eine schöne Frau beim Baden. David wollte wissen, wer sie war. Seine Diener berichteten ihm davon. 

 Wer war diese Frau? Lesen wir gemeinsam Vers 3: «Und David sandte hin und liess nach der Frau fragen und sagte: Ist das nicht Batseba, die Tochter Elisams, die Frau Urias, des Hetiters?» David hatte einen grossen Krieg gewonnen. Er blieb im Königspalast und verfügte über eine mächtige Streitmacht, mit der er den Krieg anführen konnte. Diese Streitmacht hatte er jedoch nicht allein aufgebaut. Zahlreiche Generäle und Soldaten hatten ihm dabei geholfen. Als er jedoch auf dem Dach des Königspalasts spazieren ging, sah er eine schöne Frau und begehrte sie. Er wollte diese Frau besitzen. Sein menschliches Verlangen hielt an. Gott kannte seine Schwäche. David war ein Mann, der sich nicht vor den Schwertern unzähliger Feinde fürchtete. Er war ein Mann, der sich nicht einmal vor Saul fürchtete, der ihn töten wollte. Doch vor der schönen Frau, die sich gerade badete, musste er auf die Knie fallen. Er wollte sein körperliches Verlangen stillen. Jedoch die Frau war bereits mit seinem treuen Diener Uria verheiratet. Sein Diener warnte ihn: «Sie ist die Tochter Eliams und die Frau seines treuen Dieners Uria.» An diesem Punkt hätte David innehalten und dies als Warnung Gottes betrachten müssen. Doch das tat er nicht. Er schlief mit Batseba und sie wurde schwanger. Sie teilte David diese Tatsache mit. 

 David wollte diese Tatsache vertuschen. Deshalb rief er Uria, der sich im Krieg befand, in den Palast. Und er befahl ihm, in sein Haus zu gehen und Zeit mit seiner Frau zu verbringen. David schickte Uria auch viele Geschenke mit. 

 Die Gier und Habgier der Menschen kennen keine Grenzen. David war es, der in unzähligen Kriegen siegreich war und die feindlichen Truppen besiegte. Aber er wurde träge. Er war berauscht vom Kelch des Sieges und vom Geschmack des Weines. Trotz der Warnungen seiner Untertanen beging er Ehebruch. Das ist die Natur der Sünde des Menschen. 

 Sehen wir uns diese Welt an. Die Welt wird immer bequemer und intelligenter, die Technologie entwickelt sich rasant weiter und das Gesundheitssystem rettet unzähligen Menschen das Leben. Nun wird KI einen Grossteil der menschlichen Arbeitskraft ersetzen. Aber die Sünden der Menschen nehmen kein Ende. Sie geniessen immer mehr und werden immer fleischlicher. Die Menschen gehen nicht gerne in die Kirche. Sie wollen keine Erlösung durch das Kreuz. Sie scheuen Opfer. Sie wollen etwas erreichen, ohne Opfer zu bringen. Sobald es ein wenig anstrengend wird, geben sie auf, und wenn es ihnen keinen Nutzen bringt, wollen sie es nicht tun. In solchen Zeiten lassen auch wir uns davon anstecken. Auch wir wollen in der Kirche keine Opfer bringen und uns nicht hingeben. Jetzt wollen wir mehr von dem tun, was wir mögen. Wir wollen weniger beten, weniger in der Bibel lesen und weniger das Evangelium verkünden. Wir wollen weniger Opfer bringen und uns weniger hingeben. Aber das tötet unsere Seele. Inmitten des Überflusses müssen wir mehr Mangel empfinden. Wir müssen in geistlicher Armut leben wollen. Was suchen wir? Den Komfort eines Palastes? Oder ein Schlachtfeld für den geistlichen Kampf in dieser dunklen Welt? Was müssen wir einschränken und was müssen wir aufgeben? Ist die Krone, die wir tragen wollen, eine goldene Krone oder eine Dornenkrone? Wir müssen darüber nachdenken, ob wir in dieser Zeit nicht unserer Gier, unserer Faulheit und dem Komfort dieser Welt verfallen sind. Wir müssen uns noch mehr bemühen, in der Kirche zu beten. Wir müssen uns noch mehr bemühen, gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Wir müssen das Wort lesen und das Wort lieben und die Seelen auf dem Campus lieben. Denn dies ist die Kraft, mit der wir die sündigen Begierden in uns überwinden können. 

Zweitens: Die endlosen Sünden des Menschen haben keine Lösung.

 David hörte nicht seinen bösen Plan für Uria auf. Als er erkannte, dass Uria nicht mit seiner Frau schlafen wollte, tadelte David ihn sehr hart: «Bist du nicht von weit her gekommen? Warum bist du nicht hinauf in dein Haus gegangen?» (1.Sam 11,10) David wusste, was er getan hatte. Er hatte Ehebruch begangen. Er hatte sein Gewissen betrogen. Als König konnte er seinen Stolz nicht überwinden. Er wollte seinen treuen Diener Uria überreden, seine Sünde zu verbergen. Dazu musste Uria mit Batseba schlafen. Aber wie reagierte Uria? Vers 11: «Uria aber sprach zu David: Die Lade und Israel und Juda wohnen in Zelten und Joab, mein Herr, und meines Herrn Knechte liegen auf freiem Felde, und ich sollte in mein Haus gehen, um zu essen und zu trinken und bei meiner Frau zu liegen? So wahr du lebst und deine Seele lebt: Das werde ich nicht tun!» Wie treu war dieser Diener Davids! Dieses Bild erinnert an König David in der Vergangenheit. Wie hatte sich David vor dem Riesen Goliat verhalten? Was hatte David getan, als König Saul und alle Generäle vor Goliat zitterten? Hatte er nicht gegen den Riesen Goliat gekämpft, weil er es nicht zulassen konnte, dass das Volk Gottes von einem Unbeschnittenen beschimpft wurde? David hatte keine Angst vor Goliat. Er stand auf der Seite des Volkes Gottes und fürchtete nicht einmal den Tod. David schätzte sein Leben nicht. Wo war dieser David geblieben? Uria suchte nicht sein eigenes Wohlbefinden. Uria liebte König David und das Volk Israel aufrichtig. Uria liebte seine Kameraden auf dem Schlachtfeld aufrichtig. Er schätzte das Leid seiner Kameraden auf dem Schlachtfeld, ihr Blut, ihren Schweiss, ihre Hingabe und ihre Opfer mehr als sein eigenes Wohlbefinden. Das war der Geist Davids und der Geist des Volkes Gottes. 

 David jedoch wollte Uria töten. Er schickte Uria an die Front, wo heftige Kämpfe tobten. Vers 15 «Er schrieb aber in dem Brief: Stellt Uria vornehin, wo der Kampf am härtesten ist und zieht euch hinter ihm zurück, dass er erschlagen werde und sterbe.» Es war sehr überraschend, dass Uria diesen Brief nicht auf dem Weg geöffnet hatte. Uria vertraute auf David und dessen Liebe. Aber schlussendlich starb er an der Kampffront. David hörte von seinem Tod und sprach zum Boten: «So sollst du zu Joab sagen: Lass dir das nicht leid sein, denn das Schwert frisst bald diesen, bald jenen. Fahre fort mit dem Kampf gegen die Stadt und zerstöre sie. So sollst du ihm Mut zusprechen.» (2.Sam 11,25) David tat so, als wäre nichts Seltsames geschehen, als er von Urias Tod erfuhr. Er akzeptierte Urias Tod als etwas Selbstverständliches, da im Krieg jeder sterben könne. Batseba trauerte, als sie vom Tod ihres Mannes erfuhr. Als ihre Trauerzeit vorbei war, nahm David Urias Frau zu seiner Frau. Aber das war nicht eine Lösung. Er konnte nicht seine Sünde hinter sich stecken. Der Tod von Uria versteckte nicht die Sünde Davids, sondern deckte seinen bösen Plan, seine Sünde auf. 2.Samuel 11, 27 spricht über diese Sünde: «Sobald sie aber ausgetrauert hatte, sandte David hin und liess sie in sein Haus holen, und sie wurde seine Frau und gebar ihm einen Sohn. Aber dem Herrn missfiel die Tat, die Davids getan hatte.» David beging einen grossen Fehler, denn Gott war mit seinem Handeln nicht zufrieden. Er glaubte, dass seine Sünden durch seine Intrigen und seine königliche Macht gelöst und vertuscht worden seien. Aber das war nur eine Selbsttäuschung. 

Drittens, in der Verdorbenheit des Menschen offenbart sich die Gnade und die Wiederherstellung des Herrn.

 Der Herr vernachlässigte Davids Sünde nicht. Lesen wir gemeinsam 2.Samuel 12,1: «Und der Herr sandte Nathan zu David. Als der zu ihm kam, sprach er zu ihm: Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der andere arm.» Nathan gab ihm ein Gleichnis: Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder. Aber der Arme hatte nichts als ein einziges kleines Schäflein, das er gekauft hatte. Und er nährte es, dass es gross wurde bei ihm zugleich mit seinen Kindern. Es ass von seinem Bissen und trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoss, und er hielts wie eine Tochter. Als aber ein Gast zu dem reichen Manne kam, reute es ihn, von seinen eigenen Schafen und von seinen eigenen Rindern zu nehmen, um dem Gast, der zu ihm gekommen war, etwas zuzurichten; er nahm das Lamm des armen Mannes und richtete es dem Manne zu, der zu ihm gekommen war. Da ward David sehr zornig über den Mann und sprach zu ihm: «So wahr der Herr lebt: Der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat! Dazu soll er das Schaf vierfach bezahlen, weil er das getan und sein eigenes geschont hat» (2.Samuel 12,5)

 Was sagte Nathan zu David? 2.Samuel 12,17a: «Da sprach Nathan zu David. Du bist der Mann!» Nathan sprach zu ihm weiter, wie Gott David zum König über Israel gesalbt und ihn errettet und ihm alle Bedürfnisse in Überfluss geschenkt hat. Aber er tadelte ihn, warum er das Wort Gottes verachtet und die Frau von Uria zu seiner eignenen genommen und Uria an der lichten Sonne getötet hatte. David stand nun eigentlich vor der Todesstrafe, die auf seinen Ehebruch und Mord stand. 

 Wie war die Reaktion von David auf die Kritik von Nathan? 2.Samuel 12, 13a: «Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesündigt gegen den Herrn.» Er bekannte seine Sünde und tat Busse für seine Sünden. Psalm 6,7: «Ich bin so müde vom Seufzen; ich schwemme mein Bett die ganze Nacht und netze mir meinen Tränen mein Lager.» In Psalm 51 sang er auch über seine Bosheit und seine üblen Taten: «Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.» «Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängstigter Geist, ein geängstetes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.» David wusste, dass er am helllichten Tag vor Gott eine grosse Sünde begangen hatte. Er wusste, dass seine Sünde nicht vergeben werden würde. Er weinte Tränen der Busse, bis sein Bett ganz nass war. Mit einem gebrochenen, traurigen und zerbrochenen Herzen bekannte er vor Gott gründlich seine Bosheit und tat Busse. Wie könnte sein Ehebruch und sein Mord vergeben werden? Er hatte als König eine Sünde begangen, die er nicht hätte begehen dürfen. 

 Der Thron eines Königs ist ein schweres Amt. Es ist kein Amt, das man einnimmt, um seinen Begierden, seiner Selbstsucht und seiner Lust nachzugehen. Es ist ein Amt, das mit schwerer Verantwortung, Liebe zum Volk und hoher Moral verbunden ist. 

 Gott hatte David vom Hirten zum König Israels gemacht, damit er sich für Gottes Reich einsetze und Gottes Volk auf den Weg der Wahrheit führe. David nahm Nathans Zurechtweisung an. Davids Gewissen war nicht tot. Er legte seinen ganzen Stolz ab. Er bereute seine Hartnäckigkeit und Bosheit. Welche Gnade hat Gott ihm zuteilwerden lassen? Siehe 2.Samuel 12,13b und 14: «Nathan sprach zu David: So hat auch der Herr deine Sünde weggenommen; du wirst nicht sterben. Aber weil du die Feinde des Herrn durch diese Sache zum Lästern gebracht hast, wird der Sohn, der dir geboren ist, des Todes sterben.» Gott liess das Leben David nicht zum Tode bringen. Aber sein Sohn würde sterben. David ging heim. Er weinte um seine bösen Taten und ass nicht und trank auch nicht. Endlich starb das Kind. David begann wieder zu essen und zu trinken. David bat Gott um Barmherzigkeit. Aber er nahm die Folge seiner Sünde mit der Strafe Gottes an. Er ging und schlief bei seiner Frau Batseba und tröstete sie. Gott gab ihm einen Sohn. 2. Samuel 12, 24b: «Und sie gebar einen Sohn, den nannte er Salomo. Und der Herr liebte ihn. Und er tat ihn unter die Hand des Propheten Nathan, der nannte ihn Jedidja um des Herrn willen.» Gott gab David einen Sohn, Salomo. Salomo bedeutet «Friedlich.» Nathan nannte ihn «Jedidja» bedeutet «Geliebter des Herrn». Jedidja eine Frucht der Busse Davids. David brachte auch das ganze Kriegsvolk zusammen und zog hin, kämpfte gegen Rabba und eroberte und nahm seinem König die Krone vom Haupt (2.Samuel 12,29). David errang einen grossen Sieg im Kampf gegen Ammon. Er erbeutete zahlreiche Kriegsbeute und nahm viele Kriegsgefangene, die er zur Arbeit zwang. David kehrte nach dem Krieg nach Jerusalem zurück. Gott strafte David, aber er schenkte ihm seine Gnade und Barmherzigkeit, indem er ihm Salomo als Sohn gab. Gott liebte den reuigen David unverändert. Er nahm ihn wieder als seinen leiblichen Sohn an. Salomo war ein Zeichen dieser Liebe, Barmherzigkeit und Wiederherstellung Gottes. 

 Wie können wir uns die Liebe, die einseitige Gnade Gottes vorstellen? Wie können wir Gottes Barmherzigkeit und seine Wiederherstellung nach der Sündenvergebung Gottes beschreiben? Habakuk 3,2: «Herr, ich habe die Kunde von dir gehört, ich habe dein Werk gesehen, Herr! Mache es lebendig in naher Zeit, und lass es kundwerden in naher Zeit. Im Zorne denke an Barmherzigkeit!» Unser Herr denkt an Barmherzigkeit im Zorn des Gerichtes. Darum spricht Jeremia in Jeremia 29,11 bis 14a: «Denn ich weiss wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedenken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.» Gott denkt an uns in der Sünde. Gott denkt an Frieden und Zukunft und Hoffnung für uns, obwohl wir die Sünde begangen und ihn verraten und das Wort Gottes verachtet haben. Er hört unsere innerlichen Schreie und Busse und Tränen. Wir begehen heimlich Sünden. Aber Gott deckt unsere heimlichen Sünden auf. Dann müssen wir unseren stolzen oder verstockten Herzen ablegen. Wir müssen zusammen mit David demütig vor Gott unsere Sünden bereuen. Wir müssen zum Herrn beten, dass er uns ein sanftes Herz schenkt. Wir müssen um ein gebrochenes, trauriges und zerknirschtes Herz bitten. Wir sind immer noch schwach und können in Sünde verfallen. In solchen Momenten sollten wir nicht an den zornigen Gott denken, sondern uns an die Gnade Gottes erinnern, der uns seinen einzigen Sohn Jesus ans Kreuz gegeben hat, weil er uns so sehr liebt. Unser Gott ist ein guter Gott. Er liebt uns so sehr, dass er sogar sein Leben für uns hingegeben hat. Wir müssen an diese Liebe glauben. Wir müssen in dieser Liebe bleiben. Nur in dieser Liebe kann echte Wiederherstellung geschehen. Gottes unendliche Barmherzigkeit und Liebe sind der einzige Weg, um unser dunkles, sündiges Leben zu überwinden. Lasst uns heute an das Leiden und den Tod Jesu am Kreuz denken. Es ist Fastenzeit. Wie möchtet ihr in diesen 40 Tagen der Fastenzeit vor dem Herrn leben? Was möchtet ihr in dieser Zeit einschränken? Ich persönlich möchte die Bibel einmal durchlesen und öfter auf den Campus gehen, um das Evangelium zu verkünden. Ich bin Gott dankbar, dass er uns allen diese kostbare Zeit geschenkt hat. Wir sind Sünder. Ich bete, dass wir jeden Tag dem Herrn ein Bussgebet darbringen und seine unendliche Gnade der Sündenvergebung erfahren dürfen. Deshalb bete ich, dass wir alle mit neuer Einstellung und neuem Herzen, unabhängig davon, ob wir im Frühjahrssemester Erfolg haben oder nicht, das kostbare Evangelium der Vergebung mutig auf dem Campus bezeugen mögen. Ich bete, dass wir Geliebte des Herrn wie Salomo sein werden. Möge Gott uns segnen, dass jeder «Jedidja» Geliebten des Herrn als Gnade Gottes empfangen würde. 

«Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesündigt gegen den Herrn.»

Halleluja, Amen.