Der Herr ist der Wegbereiter


2. Samuel 17,1–29

Da sprachen Absalom und jedermann in Israel: Der Rat Huschais, des Arkiters, ist besser als Ahitofels Rat. So schickte es der Herr, dass der kluge Rat Ahitofels verworfen wurde, damit der Herr Unheil über Absalom brächte.
2. Samuel 17,14

Letzte Woche haben wir den Bericht über die gnadenreiche Missionsreise von Marianne Blessung und Sybille Grace nach Griechenland gehört. Während dieser Missionsreise sind sie mehrmals auf unerwartete Schwierigkeiten gestossen. Doch jedes Mal, wenn dies geschehen ist, haben sie gebetet und sich vom Herrn leiten lassen – und wir sehen, wie sie den erstaunlichen Weg des Herrn erlebten und von Freude und Dankbarkeit erfüllt worden sind. 

 Auch wenn wir unser Leben planen, kann es niemals vollkommen sein. Selbst auf perfekte Pläne können wir uns nicht verlassen. Ich bete darum, dass wir durch das heutige Wort von den klugen Menschen dieser Welt lernen können, wem wir vertrauen und auf wen wir uns bis zum Ende verlassen sollen. 

 David musste den Thron an seinen Sohn Absalom abgeben und Jerusalem verlassen. Viele Menschen folgten David. Doch nun schien es, als würde die Ära seines jungen Sohnes Absalom anbrechen. Viele von Davids Anhängern schlossen sich Absalom an. Sie wollten durch die Unterstützung des neuen Königs Absalom politisches Ansehen und Macht erlangen. Doch nichts kann Gottes Plan und Vorsehung überwinden. Das ist die Wahrheit. 

 Lesen wir gemeinsam die Verse 1 bis 4: «1Und Ahitofel sprach zu Absalom: Ich will zwölftausend Mann auswählen und mich aufmachen und David nachjagen in dieser Nacht 2und will ihn überfallen, solange er matt und verzagt ist. Wenn ich ihn dann erschrecke und das ganze Kriegsvolk, das bei ihm ist, flieht, will ich den König allein erschlagen 3und das ganze Kriegsvolk zu dir zurückbringen, wie die junge Frau zu ihrem Mann zurückkehrt. Du trachtest ja nur einem Mann nach dem Leben, aber das ganze Volk soll in Frieden bleiben. 4Die Rede gefiel Absalom gut und allen Ältesten in Israel.» Absalom war zweifellos ein junger und beliebter König. Doch er konnte die Staatsgeschäfte nicht allein führen. Er musste auch hervorragende Berater an seiner Seite haben. Unter ihnen war Ahitofel zweifellos ein zuverlässiger Berater für Absalom. Ahitofel war früher ein treuer Diener König Davids gewesen. Er war ein Meister der Politik und der Strategie. Er war ein erstaunlicher Stratege, dessen Worte als Gottes Wort und Weisung angesehen wurden. Nun hatte er König David verraten und war zum obersten Berater des sogenannten neuen Königs Absalom geworden. Er konnte zwar selbst kein König werden, befand sich jedoch in einer Position, in der er sowohl an der Seite von König David als auch an der Seite von König Absalom starken Einfluss ausüben konnte. Nun fungierte er als Absaloms rechte Hand und setzte all seine Klugheit und Rat ein. 

Nun war David auf der Flucht vor Absalom. Ahitofel wusste, dass dies der beste Zeitpunkt war, um David zu beseitigen. Deshalb sagte er zu Absalom, wenn dieser ihm 12.000 Mann zur Verfügung stelle, werde er David in der Nacht überfallen. Da Davids Volk sehr erschöpft und geschwächt war, würde es in Panik geraten und die Flucht ergreifen, so seine Argumentation. Er versprach, nur David zu töten und dann mit dem Volk zu Absalom zurückzukehren. Er erklärte, dass Absalom auf diese Weise zum rechtmässigen König werden könne. Dieser Vorschlag gefiel Absalom und allen Ältesten. Ahitofels Worte waren wirklich zutreffend. David war sehr müde und erschöpft. Er hatte keine Zeit, seine Truppen neu zu formieren. Ahitofels Strategie war für David buchstäblich verhängnisvoll. Ahitofel wusste, wenn man in dieser Nacht mit 12.000 Elitesoldaten den erschöpften David beseitigen würde, Davids Leute ohne Blutvergiessen zu Absalom überlaufen würden. Er war ein äusserst gewiefter Stratege, der Absalom den entscheidenden Punkt aufzeigte: Nur wenn Absalom König David tötete, könnte er selbst der wahre König werden. Absalom stimmte Ahitofels Strategie uneingeschränkt zu. Was für ein grausamer Prinz war er doch! Er war derjenige, der sogar Amnon, den geliebten Halbbruder seines Vaters, getötet hatte. Nun war er sogar bereit, seinen eigenen Vater zu töten, um König zu werden. Sein Vater David hatte König Saul, der ihn töten wollte, als den von Gott Gesalbten bezeichnet und ihm kein Haar gekrümmt. Absalom hingegen wollte seinen leiblichen Vater töten. Ahitofels Strategie war aus weltlicher Sicht zweifellos hervorragend. Vor Gott jedoch war sie eindeutig eine Sünde. 

Nun, hier gibt es eine unerwartete, verblüffende Wendung. 

 Lesen wir gemeinsam Vers 5: «Aber Absalom sprach: Lasst doch auch Huschai, den Arkiter, rufen und hören, was er dazu sagt.» Absalom hatte noch einen anderen Berater, Huschai. Huschai war Davids Freund und sozusagen ein Spion von David. Er war in der Tat ein strategischer Ratgeber. Er vertrat eine Meinung, die der von Ahitofel entgegenstand. 

 Lesen wir gemeinsam die Verse 8 bis 10: «8Und Huschai sprach weiter: Du kennst deinen Vater und seine Leute, dass sie stark sind und zornigen Gemüts wie eine Bärin auf dem Felde, der die Jungen geraubt sind. Dazu ist dein Vater ein Kriegsmann und wird seinen Leuten auch des Nachts keine Ruhe gönnen. 9Siehe, er hat sich jetzt vielleicht verkrochen in irgendeiner Schlucht oder sonst einem Versteck. Wenn’s dann geschähe, dass gleich zu Anfang einige unter ihnen fallen, und es käme das Gerücht auf: Das Volk, das Absalom nachfolgt, ist geschlagen worden, 10so würde jedermann verzagt werden, auch wenn er ein Krieger ist und ein Herz hat wie ein Löwe. Denn es weiss ganz Israel, dass dein Vater ein Held ist und tapfere Leute bei sich hat.» Als Huschai von Ahitofels Plan hörte, schlug sein Herz wie wild. Wenn alles nach Ahitofels Plan verlaufen würde, wäre eine Niederlage Davids vorprogrammiert gewesen. Um König David zu retten, erklärte Huschai, warum Ahitofels Plan nicht gut sei. Er sagte, der psychische Zustand von David und seinen Soldaten sei vergleichbar mit dem einer Bärin, die ihr Junges verloren habe. Niemand könne gegen eine Bärin kämpfen, die ihr Junges verloren hatte, und gewinnen. Ausserdem sagte er, wenn David, der sich tief versteckt halte, plötzlich Absaloms Soldaten töten würde, würde die Moral der Soldaten in den Keller sinken. Denn das Volk wusste, dass David und seine Soldaten tapfer waren.

 Wenn man sich die Worte Huschais genau ansieht, scheinen sie zwar Ahitofels Intrige zu verurteilen, sind aber in Wirklichkeit voller Lob für David. David sei ein grossartiger Soldat, ein tapferer Feldherr und der herausragendste Stratege in Sachen Taktik. Nachdem Hushai dies gesagt hatte, schlug er nun einen genialen Plan vor, der Ahitofels Intrige ersetzen sollte.

 Lesen wir gemeinsam die Verse 11 bis 13: «11Darum rate ich, dass du zu dir versammelst ganz Israel von Dan bis Beerscheba, so viel wie der Sand am Meer, und dass du selbst in den Kampf ziehst. 12So wollen wir ihn überfallen, wo wir ihn finden, und wollen über ihn kommen, wie der Tau auf die Erde fällt, dass wir von ihm und allen seinen Männern nicht einen einzigen übrig lassen. 13Zieht er sich aber in eine Stadt zurück, so soll ganz Israel Stricke an die Stadt legen und sie ins Tal schleifen, dass man nicht einen Stein mehr dort finde.» Huschai wusste das. Er wusste nur zu gut, wie sehr Absalom auf seinen Ruf, seine Beliebtheit und seinen Ehrgeiz bedacht war. Tatsächlich war es gerade wegen Absaloms Ehrgeiz, dass er Ahitofels Plan nicht sofort in die Tat umsetzte. Denn er wollte nicht, dass die Aufmerksamkeit der Menschen mehr auf Ahitofel als auf ihn selbst gerichtet war. Deshalb hatte er Huschai zu sich gerufen. Er ahnte jedoch nicht, dass dies Absaloms grösster Fehler werden würde. 

 Huschai durchschaute Absaloms Ehrgeiz. Er veranlasste Absalom, das ganze Volk von Dan bis Beerscheba wie den Sand am Meer zu versammeln, damit der König persönlich auf das Schlachtfeld ziehe und kämpfe. Die Versammlung des Volkes von Dan bis Beerscheba sollte zeigen, dass er der einzige König war, der die Unterstützung des gesamten Volkes geniesste. Und er schmeichelte Absaloms Stolz enorm, indem er ihm versicherte, dass Absalom, sobald er selbst gegen David in den Kampf ziehen würde, auf einen Schlag die Unterstützung und Anerkennung des gesamten Volkes gewinnen würde. Huschais Rat führte dazu, dass Absalom viel Zeit brauchte, um seine Truppen zu versammeln, und verschaffte David entsprechend Zeit, um seine Truppen neu zu formieren. Huschai wies Absalom subtil darauf hin, dass er bei dieser Gelegenheit David und dessen Anhänger vollständig auslöschen und so die Staatsgeschäfte reibungslos führen könne – und zeigte damit sogar Sorge um dessen politische Zukunft. 

 Doch darin verbarg sich ein erstaunlicher Plan Gottes, von dem Absalom nichts wusste. 

 Was ist das? 

 Lesen wir gemeinsam Vers 14: «Da sprachen Absalom und jedermann in Israel. Der Rat Huschais, des Arkiters, ist besser als Ahitofels Rat. So schickte es der Herr, dass der kluge Rat Ahitofels verworfen wurde, damit der Herr Unheil über Absalom brächte.» Es ist erstaunlich, dass Absalom und jedermann in Israel dachten, der Rat Huschias besser als Ahitofels Rat zu sein. Aber sie wussten nicht, dass Gott den klugen Rat Ahitofels verwerfen würde, damit der Herr das Unglück über Absalom brächte. 

 Manche schmieden Pläne. Doch wie diese Pläne ausgehen werden, weiss eigentlich niemand. Niemand kann etwas über das Ergebnis versprechen. Ahitofels Rat war aus menschlicher Sicht absolut überlegen. Huschais Rat war eigentlich eine für David äusserst vorteilhafte Empfehlung. Dennoch nahm Absalom, aus welchem Grund auch immer, gerade Huschais Rat, der für David von Vorteil war, voll und ganz an. Dies war in der Tat eine Entscheidung, die seinen Untergang herbeiführte – er hatte sich seinen Untergang selbst ausgesucht. Das ist wahrlich nicht weniger als ironisch. Genau darin lag der verborgene Plan Gottes, David zu beschützen. Gott hatte das Versprechen, das er David gegeben hatte, nicht vergessen. Auch wenn David von seinem Sohn verraten wurde, war er doch nicht von Gott verlassen worden. Diese Tatsache übersah Absalom. Nämlich die Tatsache, dass Gott unter allen Umständen mit David war und ihm Barmherzigkeit und Liebe erwies. Lest die Psalmen aufmerksam durch. Seht, wie sehr sich David auf Gott verlässt und wie er von Gottes grosser Liebe singt. Absalom konnte Gott, der mit David war, nicht besiegen. So brillant Ahitofel als Stratege auch sein mochte, vor Gottes Plan war er nicht mehr als Staub. Gott beschloss, Ahitofels Plan zunichte zu machen. 

 Huschai sprach an den Priestern und Zadok und Abjtar: So und so hat Ahitofel Absalom und den Ältesten in Israel geraten, ich aber habe so und so geraten. So sendet nun eilends hin und lasst David sagen: Bleibe nicht über Nacht an den Furten der Wüste, sondern geh gleich hinüber, damit der König nicht vernichtet werde und das ganze Volk, das bei ihm war. Darum gingen ihre Söhne Jonathan und Ahimmarz zu David. Unterwegs bekamen sie die Hilfe von einer Frau und konnten reibungslos zu David gehen. Gottes Hilfe war perfekt. Gott hatte für David alles vorbereitet. Gott entschloss, dass David in seiner Hand bewahrt werden sollte. Das war nicht Davids Plan oder seine Gedanken. Das war Gottes Gnade für David. 

 Zwischenzeitlich sah Ahitofel alles, was passiert war. Darum wusste er, dass David überleben würde. Was machte er? 

 Lesen wir gemeinsam Vers 23: «Als aber Ahitofel sah, dass sein Rat nicht aufgeführt wurde, sattelte er seinen Esel, machte sich auf und zog heim in seine Stadt und bestellte sein  Haus und erhängte sich und starb und wurde begraben in seines Vaters Grab.»  Ahitofel war der beste Stratege Israels. Seine Pläne waren stets ein Geniestreich. Die Menschen gingen sogar so weit, Ahitobels Gedanken als von Gott gegebene Weisheit anzusehen. Sowohl David als auch Absalom hörten seinen Worten stets aufmerksam zu. (2.Sam 16,23) Er war ein Genie und in seiner Art einzigartig. Er dachte weiter und urteilte klüger als jeder andere, und seine Überlegungen und Urteile waren niemals falsch.

Umso schockierender ist sein Ende. Er erhängte sich selbst. Sein scharfsinniger Verstand kam schliesslich zu dem Schluss, dass es die vernünftigste Entscheidung sei, sich das Leben zu nehmen. In Ahitofels Kopf waren alle Überlegungen bereits abgeschlossen. Sobald Huschais Idee angenommen wurde, war er sich des Untergangs Absaloms sicher. Davids Rückkehr war nur noch eine Frage der Zeit, und es war klar, welches Schicksal ihn selbst als Verräter an David erwarten würde. Ahitofel war sich selbst genau bewusst, wie schwerwiegend die Vergehen waren, die er begangen hatte, als er sich auf Absaloms Seite gestellt hatte. Was wäre wohl geschehen, wenn er bis zum Schluss auf Davids Seite gestanden hätte? Es ist wirklich bedauerlich, dass das Leben eines Genies auf diese Weise durch Selbstmord endete. 

 Was für ein erstaunliches Ereignis ereignete sich unterdessen bei David und Absalom?

 Lesen wir gemeinsam Vers 24: «Und David kam nach Mahanajim. Aber Absalom zog über den Jordan und alle Männer Israels mit ihm.» Was für ein erstaunliches Ereignis ereignete sich unterdessen bei David? David seinerseits überquerte den Jordan und rettete sich so vor Absaloms Intrigen. Absalom seinerseits hatte Zeit, sein Heer neu zu formieren. Doch der Ort, an dem sich David befand, war kein Ort, an dem er lange bleiben konnte. Als David in Mahanaim ankam, war er seelisch sehr bedrückt. Er hatte Jerusalem mit einer grossen Schar von Menschen verlassen und befand sich auf der Flucht. Wie elend und schwer muss sein Leben wohl gewesen sein, als er zudem erfuhr, dass sein eigener Sohn ihm nach dem Leben trachtete? Es schien, als gäbe es in seinem Leben keine Hilfe. Doch das war nur Davids eigene Vorstellung. 

 Lesen wir gemeinsam Verse 27 und 28: «27Als David nach Mahanajim gekommen war, da brachten Schobi, der Sohn des Nahasch von Rabba, der Stadt der Ammoniter, und Machir, der Sohn Ammiëls von Lo-Dabar, und Barsillai, ein Gileaditer von Roglim, 28Betten, Becken, irdene Gefäße, Weizen, Gerste, Mehl, geröstete Körner, Bohnen, Linsen, 29Honig, Butter, Schafe und Käse zu David und zum Volk, das bei ihm war zum Essen. Denn sie dachten: Das Volk wird hungrig, müde und durstig geworden sein in der Wüste.» Überraschenderweise erfuhr David an einem Ort, an dem Hilfe kaum zu erwarten war, die Gunst, Freundlichkeit und Unterstützung unerwarteter Menschen. Es waren Schobi, Machir und Barsillai. Sie versorgten den hungrigen, müden und durstigen David und sein Volk mit Brot, Butter und verschiedenen anderen Lebensmitteln. Sie stellten ihnen Schlafplätze zur Verfügung. Das war zweifellos eine grosszügige Geste der Freundlichkeit. David erfuhr in einem fremden Land von unerwarteten Menschen eine Freundlichkeit und Liebe, mit der er nicht gerechnet hatte. So liebte und beschützte Gott David. 

 Wie zerbrechlich und vergänglich ist doch unser Leben! Wenn der Wind weht, wird sogar dieses Zimmer weggeweht. Vor einigen Tagen kam in Nepal plötzlich eine Gletscherlawine ins Rollen, und unzählige Menschen starben oder wurden über Nacht vermisst. Wer hätte das ahnen können? Niemand wusste davon. So ist das Leben. Psalm 103, 15 und 16: «Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist sie immer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr.» 

 So war auch das Leben Davids. Wer hätte ahnen können, dass aus einem Schafhirten einmal der König von Israel werden würde? Wer hätte ahnen können, dass er, der Gott liebte und fürchtete, mit Batseba Ehebruch begehen würde? Wer hätte ahnen können, dass seine Söhne sich gegenseitig töten würden? Wer hätte ahnen können, dass David tatsächlich von seinem Sohn Absalom verraten werden und Jerusalem verlassen müsste? Wer hätte gedacht, dass Ahitofels erstaunlicher Plan scheitern würde? Wer hätte gedacht, dass Huschai, der auf Davids Seite stand, die Gelegenheit bekommen würde, mit Absalom zu sprechen? Wer hätte gedacht, dass David, der von Absalom verfolgt wurde, in einem fremden Land von Unbekannten uneingeschränkte Gunst und Barmherzigkeit erfahren würde? Genau das sind die Dinge, die im Glauben tatsächlich geschehen. Wie oft erhalten wir in unserem Glaubensleben in unerwarteten Situationen Hilfe von unerwarteten Menschen? In Situationen, in denen wir in dieser Welt nichts tun konnten und nur noch in den Abgrund stürzen konnten, hat der Herr uns gerettet. Selbst in lebensbedrohlichen Situationen konnten wir überleben. Auch wenn wir planen und nachdenken, lenkt der Herr alles zum Besten. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Wenn wir in diesem Glauben leben, können wir frei werden von den Tricks der Welt, ihren Intrigen und der Macht des Mammons. David wusste nichts. Er wusste nicht, wer ihn töten wollte und wer ihn beschützen wollte. Doch Gott half David im Voraus bei Dingen, die David nicht wusste und nicht erkannte. Das ist die einseitige Gnade, Barmherzigkeit und Liebe, die der Herr uns schenkt. Wir sind auf der Suche nach einem neuen Gemeinde-Zentrum und glauben daran, dass der Herr uns auf angemessene Weise führen wird. Auch wenn die Campus-Mission schwierig und anstrengend erscheint, glauben wir daran, dass der Herr uns auf seine Weise führen wird. In diesem Sommer gab es in Europa eine beispiellose Hitzewelle und Dürre, doch inmitten all dessen wird er seinen erstaunlichen Plan für uns verwirklichen. Wir glauben daran, dass der Herr unsere Schritte im Glauben leitet und jeden Einzelnen von uns in dieser unvorhersehbaren Realität auf den besten Weg führt. 

«Da sprachen Absalom und jedermann in Israel: Der Rat Huschais, des Arkiters, ist besser als Ahitofels Rat. So schickte es der Herr, dass der kluge Rat Ahitofels verworfen wurde, damit der Herr Unheil über Absalom brächte.»

Halleluja, Amen.