Liebe Glaubensgeschwister
Es ist wunderschön, dass wir dieses Wochenende alle beisammen sind, um unserem Herrn Jesus Christus nahe zu sein und über seine grösste Liebestat nachzudenken. Damit wir wissen, dass er uns durch seinen Kreuzestod erlöst hat, gibt er uns sein Wort vom Kreuz. Was bedeutet dieses für euch persönlich? Jede und jeder von euch hat wohl einen individuellen Zugang dazu. Und doch ist es die genuine Kraft des Evangeliums, eine universale, ewige Wahrheit, welche nicht von dieser Welt ist. Lasst uns dazu den 1. Korinther-Brief, Kapitel 1, Verse 18-31 betrachten. Zu Beginn bete ich kurz…
Lesen wir zusammen den Titel dieser Botschaft: «Das Wort vom Kreuz als Gottes Kraft». Und lesen wir gemeinsam den Leitvers 18: «Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft.»
Teil 1: Die Weisheit Gottes versus die Weisheit der Welt (Verse 18-25)
In der Korinther Christengemeinde gab es Spaltungen, welche unter anderem durch eine Art Personenkult bedingt waren: Eine Gruppe hing Paulus an, andere Korinther Apollos, weitere Gemeindemitglieder hingen Kephas (Petrus) an und andere bekannten sich direkt zu Jesus Christus (siehe Verse 10-13). Auch heute gibt es in unserer Gesellschaft die Tendenz zu einer Art Kult: Einige tragen ein Kreuz als Glücksbringer oder glauben, es würde Unglück oder böse Geister fernhalten. Hinter all dem steckt eine Haltung, bei welcher das Wesentliche nicht als solches erkannt wird: das Wort vom Kreuz und damit nichts Geringeres als das Evangelium! Was uns die Bibel über das Kreuz sagt, ist also keineswegs eine theoretische Lehre, und das Kreuz stellt auch kein blosses religiöses Symbol dar. Es ist Tatsache, dass Jesus für uns gestorben und auferstanden ist. Wer das für sich annimmt, wird dann diese Kraft tatsächlich erleben. Leider erleben viele Menschen diese wunderbare Kraft nicht oder zumindest nicht in genügendem Masse. Woran liegt das? Daran, dass sie dem Wort vom Kreuz keine Kraft bzw. keinen Glauben geben. Es ist unser freier Wille, unsere bewusste Entscheidung, ob wir das Evangelium annehmen oder nicht. Aber unsere Wahl, ob wir das Wort vom Kreuz als Gottes Kraft annehmen oder aber als Torheit betrachten wollen, hat grossen Einfluss auf unser Leben – bis in die Ewigkeit!
Das Einzige, was wir haben müssen, um die Kraft des Kreuzes Jesu (durch sein Wort) zu erkennen, ist unser aktiver Glaube. Dieser bewirkt, dass Gottes bzw. Jesu Kraft in uns wirken kann. Ein eindrückliches Beispiel dafür war die blutflüssige Frau, welche zu Jesus kam. Sie hatte seit 12 Jahren diese chronische Krankheit. Kein Arzt hatte ihr helfen können. Aber sie setzte die letzte Hoffnung auf Jesus. Ich zitiere: «Denn sie sprach bei sich selbst: Wenn ich nur sein Gewand berühre, so werde ich gesund. Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und die Frau wurde gesund zu derselben Stunde.» (Matthäus 9, 21-22) Durch ihren aktiven Glauben nahm sie die Kraft des Kreuzes in Anspruch. Jesu Kraft ist da. Bleiben wir nicht passiv, sondern nehmen wir, wie diese Frau, die Kraft des Kreuzes Jesu aktiv an. Das Wort des HERRN hilft unserem Glauben. Beten wir, dass wir das Wort unseres Herrn Jesus Christus immer in unserem Herzen haben, sodass wir es mit unserem persönlichen Glauben ‘füllen’
Wer nicht an das Wort vom Kreuz glaubt, stört oder ärgert sich oftmals daran oder hält es für Unsinn. Für diese Menschen ist Jesus Christus der sprichwörtliche Stein des Anstosses, der für uns Gläubige zum Eckstein, zu unserer Basis für die Errettung, Heilung und das ewige Leben geworden ist.
Entweder folgen wir dem geistlichen Prinzip oder aber dem weltlichen. Jesus spricht denn auch: «Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.» (Lukas 11,23) Die Welt hat ihre eigene ‘Weisheit’, und in ihr gilt das Vergängliche: Vergnügen, Reichtum, Ruhm, Macht usw. Sie stellt ein ungerechtes Prinzip der Leistung und der Konkurrenz dar, das niemanden selig machen kann, sondern die Betroffenen vielmehr in die Depression oder zum Burnout führen kann. Nach diesem Prinzip lebt ein Mensch gemäss seiner sündigen Natur: «Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dies Böse kommt von innen heraus und macht den Menschen unrein.» (Markus 7, 21-23). Auch fragt die Welt nach menschlicher Klugheit, wie es zu Paulus’ Zeit die Griechen taten, oder fordert Zeichen, wie die damaligen Juden. Das weltliche Denken scheint logisch zu sein oder sogar gut. Doch die Welt (an)erkennt das Wesentliche nicht: den HERRN! Daher will Gott die weltliche Weisheit zunichtemachen und den Verstand der Klugen verwerfen (s. Vers 19). Stattdessen richtet er seine göttliche, vollkommene, selig machende Weisheit auf. Dabei geht es um Liebe, Demut sowie weitere vollkommene Dinge, welche auch die Eigenschaften Gottes und Jesu sind. Der HERR ist gnädig und gerecht; in ihm müssen wir keine Leistung bringen oder bestimmte Voraussetzungen erfüllen wie in der Welt. Er will keine menschliche Leistung als Massstab für die Errettung setzten. Denn er will allen Menschen, seien diese leistungsfähig oder nicht, die gleiche Chance zur Errettung geben: durch den Glauben an Jesus am Kreuz. Daher sollten wir Jesus Christus und sein lebengebendes Wort als Massstab haben, anstatt nach nichtigen Dingen zu streben! Denn durch das weltliche Prinzip können wir den HERRN nicht erkennen, und die Errettung durch Jesu Kreuzestod bzw. die Seligkeit können wir uns mit keinem Geld der Welt erkaufen. Diese Erfahrung hat ein gewisser Simon gemacht, wie in Apostelgeschichte 8,18-21 aufgezeigt wird: «Als aber Simon sah, dass der Geist gegeben wurde, wenn die Apostel die Hände auflegten, bot er ihnen Geld an und sprach: Gebt auch mir diese Macht, dass jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfange. Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du meinst, Gottes Gabe werde durch Geld erlangt. Du hast weder Anteil noch Anrecht an dieser Sache; denn dein Herz ist nicht rechtschaffen vor Gott.»
Um das geistliche, göttliche Prinzip zu lehren, setzt der HERR bzw. sein Sohn diejenigen ein, welche sein Wort predigen. Lesen wir dazu gemeinsam Vers 21: «Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die da glauben.» Paulus predigte allein Jesus Christus, der für unsere ganzheitliche Sündenvergebung und Erlösung am Kreuz gestorben ist und welcher, für die Berufenen erkennbar, Gottes Kraft und Weisheit innehat. Lesen wir dazu gemeinsam Vers 25: «Denn die göttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind, und die göttliche Schwachheit ist stärker, als die Menschen sind.» In seiner Todesstunde schien Jesus Christus unklug und schwach – doch genau durch seinen Kreuzestod hat er seine liebende, hingebungsvolle Weisheit bewiesen, welche die Sünder selig machen kann, und durch seine Auferstehung am dritten Tag hat er seine göttliche Stärke offenbart!
Teil 2: Vom HERRN erwählt zur Erkenntnis Gottes (Verse 26-29)
Diejenigen Menschen, welche nach weltlichem Ruhm, Stärke sowie menschlicher Weisheit trachten oder auch rein gesetzlich denken, können unserem Herrn Jesus Christus nicht nahe sein. Auch Paulus war einst so eingestellt, wie er selbst in Philipper 3, Verse 5-7 beschreibt: «der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Volk Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer, nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, untadelig gewesen. Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet.» Als er sich seiner weltlichen Bedingungen rühmte, war er ein Verfolger Christi bis zum Töten von Christen. Im Licht Jesu Christi erkannte er jedoch seine Sünde, und nun konnte er den Messias, den Gekreuzigten (als besten Gewinn) annehmen. Paulus’ Hass gegenüber den Christen wurde zu Liebe, und der zukünftige Apostel bekam den Geist des Kreuzes, sodass er auch Freude am Leiden für Christus hatte. Was für eine Kraft des Kreuzes Jesu ist das, welche Menschen um 180 Grad verändern kann!
Paulus erinnert seine Korinther Glaubensgeschwister daran, wie sie errettet worden sind. Gemäss manchen Interpretationen hatten viele von ihnen einen geringen sozio-ökonomischen Status; sie waren demnach von der Welt nicht angesehen. Gereichte ihnen dies nun zum Nachteil? Ganz im Gegenteil! Lesen wir gemeinsam Vers 26: «Seht doch, Brüder und Schwestern, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme sind berufen.» Der HERR erwählt oft diejenigen Menschen als seine Kinder, die aus weltlicher Sicht schwach oder minderwertig ist. Wir Gläubigen werden denn auch nicht selten als töricht angesehen, für konservativ oder altmodisch erachtet, belächelt oder sogar verachtet. Davon dürfen wir uns aber keineswegs entmutigen lassen. Denn unser himmlischer Vater ist mit uns, den Demütigen, nicht mit den Stolzen!
Weshalb erwählt Gott nach seiner göttlichen Weisheit vor allem diejenigen Menschen, die keinen besonderen Ruhm oder Reichtum besitzen? Lesen wir gemeinsam die Verse 27 und 28: «Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist,». Der HERR lässt das weltliche Prinzip für die Errettung nicht gelten: Diejenigen, welche Gottes Gesetz nicht folgen, sondern blind gegenüber diesem sind, müssen ihren diesbezüglichen Unverstand bekennen, und die Menschen, welche sich auf Macht oder Geld verlassen, sollten zum HERRN umkehren, solange die Gnadenzeit noch währt. Ansonsten werden sie den ewigen Tod sehen.
Vor dem HERRN gilt kein Ansehen der Person, wie es in Römer 2, Vers 11, heisst; das ist seine wundervolle Gerechtigkeit. Gott erwählt häufig diejenigen Menschen zum Glauben, die von sich aus keine guten Voraussetzungen zu haben scheinen. Solche Personen sind meistens viel eher dazu bereit, mit Demut und Hoffnung zum HERRN zu kommen und dessen Wort anzunehmen, als es die Mächtigen und Reichen sind. Schliesslich geht es für uns alle darum, Selbstruhm (auch vor dem HERRN), Vergleichsdenken sowie weitere weltliche Dinge dieser Art abzulegen und stattdessen immer mehr unseren Fokus auf den Christus bzw. die Kraft des Kreuzes Jesu und auf dessen Wort zu legen. In seiner unendlichen Gnade und seiner väterlichen Liebe lässt uns Gott dies immer mehr tun. Beten wir, dass wir stets dranbleiben!
Teil 3: Was ist uns Jesus Christus geworden? (Verse 30-31)
Wer den Christus erkannt und dessen Gnade und Liebe persönlich erfahren hat, wird sich immer mehr bewusst, was es bedeutet, ihm zu folgen. Gott hat uns seinen eingeborenen Sohn geschenkt, damit wir in diesem das Beste, das Herrlichste haben. Lesen wir dazu gemeinsam Vers 30: «Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der für uns zur Weisheit wurde durch Gott und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung». Das bedeutet: Jesus ist unsere Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. Wir brauchen uns daher nicht auf unsere eigene Leistung oder Gerechtigkeit zu verlassen oder uns sogar Selbstvorwürfe zu machen, sondern allein auf ihn zu trauen. Jesus Christus, der sich für uns hingegeben hat, hat uns als seine Kinderschar, seine Gemeinde, «welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.» (Epheser 1, 23) Wer an dem HERRN in seiner Heiligen Dreieinigkeit festhält, hat bereits alles, was er oder sie wirklich braucht. Vor allem die Heilung und die Erlösung. Er hat bereits alles erfüllt!
Wir haben also keinen Grund dazu, uns zu rühmen oder uns unsere Unzulänglichkeit vorzuwerfen. Geben wir die Ehre allein unserem himmlischen Vater und Jesus Christus! Mit dieser Haltung sowie mit der Dankbarkeit gegenüber dem HERRN können wir denn auch für Gott etwas tun. Geben wir sein lebengebendes Wort weiter, so wirkt er mächtig durch uns und in uns. Beten wir, dass das Wort vom Kreuz in der ganzen Welt gepredigt wird und dadurch eine grosse Anzahl von Menschen zum Glauben und zur Errettung findet!
Teil 4: Meine persönlichen Erfahrungen bezüglich Gottes Kraft durch das Wort vom Kreuz
Noch sehe ich mich selbst nicht als eine ‘Vorzeige-Christin’, denn mein Glaubensleben ist kein vollständiges. Ich habe Sünden, welche ich nicht loslassen kann, etwa Weltliebe, Selbstverletzung, Faulheit (etwa bezüglich des Schreibens von Stellungnahmen), Alkoholkonsum oder den relativ häufigen Fokus auf mich selbst. Auch lasse ich den Christus noch nicht über sämtliche Bereiche meines Lebens herrschen. Dennoch spüre ich, dass der HERR in mir wirkt. Wenn ich auf meine Vergangenheit zurückblicke, erkenne ich ganz klar, dass er mich schon verändert hat. Ja, das Evangelium vom Kreuz Jesu hat schon mächtig in mir gewirkt!
Bevor ich zum Glauben kam, war ich in grossem Masse von den äusseren Umständen sowie von meinen eigenen Emotionen beeinflusst. Während meiner Schulzeit galt ich als Aussenseiterin und wurde deshalb häufig ausgegrenzt oder sogar gemobbt. Auch in meiner Kernfamilie gab es Konflikte, an welchen ich sehr beteiligt war. Als Folge davon wurde ich emotional immer instabiler und aggressiver, auch gegenüber mir selbst. Dennoch hatte mir der HERR liebevolle Eltern und eine mir sehr verbundene Zwillingsschwester sowie mehrere Freundinnen an die Seite gestellt. Mein Selbstbild war lange Zeit ziemlich schlecht, sodass ich mir selbst nicht viel zutraute. Ich studierte zwar erfolgreich an der Universität Basel (unter anderem Germanistik), doch das Studium brachte mich an meine emotionalen Grenzen. Ich begann, übermässig zu essen und auch viel Alkohol zu trinken; etwas, das ich manchmal noch heute mache. Schliesslich wurde ich zwangsweise in die Psychiatrie eingeliefert, was bei mir ein erhebliches Trauma auslöste. Dennoch konnte ich sogar in diesen dunklen Stunden noch für Mitpatienten da sein, wofür ich im Nachhinein dem HERRN sehr dankbar bin. Das erlebte Trauma liess mich noch unangepasster werden als zuvor. Das führte immer wieder zu Ärger, auch mit der Polizei. Erst eine freiwillige ambulante Psychotherapie liess mich wieder ruhiger und selbstsicherer werden. Das war die Wende zum Positiven und machte mein Herz frei für den HERRN, der mich, ohne mein Wissen, schon immer geliebt, versorgt und begleitet hatte, was er noch immer tut…
Auch als meine Zwillingsschwester, Marianne Blessing, bereits zum Glauben gekommen war, betrachtete ich mich selbst noch als ungläubig. Doch sie führte mich geduldig und liebevoll zum Glauben – und zur UBF. Durch Bibelstudien und Gottesdienste lerne ich viel über Gott in seiner Heiligen Dreieinigkeit. Ich habe immer mehr den Willen, Gottes Wort zu gehorchen, und bekomme immer mehr geistliche Erkenntnisse. Im Gegensatz zum Anfang meiner ‚Glaubenskarriere‘ bin ich öfter und länger bereit, geistliche Inputs zu bekommen oder auch welche zu geben (etwa in Form von Botschaften). Zudem verteile ich einmal in der Woche Bibelworte an der Universität Basel. Dabei erfahre ich manchmal Ablehnung oder Spott, doch das will ich annehmen, denn somit beteilige ich mich an Jesu Leiden! Das Verteilen von Gottes Wort hat aber auch schon zu wertvollen geistlichen Gesprächen geführt oder dazu, dass ich spontan für jemanden Fürbitte leisten konnte. Nicht zuletzt ist dieses ‚Verteilerwerk‘ für mich auch eine Möglichkeit, Gott bzw. Jesus nahe zu sein und ihm etwas von seiner grossen Liebe, die er für mich hat, zurückzugeben.
Als Gläubige strebe ich immer mehr das himmlische Prinzip an und versuche, aktiv Jesu Eigenschaften anzuziehen. Dazu gehört, dass ich auch meinen Widersachern vergeben will; etwas, das ich jedoch noch lernen muss. Ich habe erfahren, wie gut es ist, Liebe zu üben, Daher lerne ich auch, andere Menschen zu ‚ertragen‘. Wie sehr ich dem HERRN dankbar bin für meine geistlichen Wünsche.
Durch Gottes Wort und seine Gnade erfahre ich eine tiefgreifende Veränderung. Somit gebraucht der HERR auch mich als Zeugin für die verändernde Kraft des Evangeliums vom Kreuz! Ich vertraue voller Hoffnung darauf, dass der HERR mich von meinen Sünden erlöst und das gute Werk, das er in mir begonnen hat – auch während dieser Bibelfreizeit –, vollenden wird.
Teil 5: Konklusion:
Grundsätzlich gibt es zwei Arten, wie jemand das Kreuz bzw. das Wort Gottes betrachten kann: entweder als Unsinn bzw. als reine Theorie oder aber als des HERRN Kraft durch das Evangelium. Wer aktiven Glauben (wie die blutflüssige Frau) hat, kann durch das Wort vom Kreuz Jesu grosse Heilungskraft erfahren. Denjenigen, die nicht daran glauben, ist es jedoch oft ein Ärgernis.
Entweder jemand folgt dem weltlichen oder dem geistlichen Prinzip. Ersteres strebt nach vergänglichen Dingen wie Stärke, Ruhm, Reichtum, Leistung oder Macht, die nicht selig machen. Durch dieses Prinzip der eigenen Leistung kann der HERR nicht erkannt werden. Das geistliche Prinzip jedoch besteht darin, an Gott und dessen Wort zu glauben bzw. trotz aller Sünden allein auf Jesu am Kreuz kostbar für uns vergossenes Blut angewiesen zu sein. Auch wenn viele Gläubige als gering gelten oder verachtet werden, sind sie vor dem HERRN gerecht. Nur das geistliche Prinzip führt zur Seligkeit. Daher rühmen wir uns nicht selbst, sondern geben Gott die Ehre. Jesu Kreuz ist die Kraft, der Christus ist unsere Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung! Er hat schon alles vollbracht.
Der HERR hat auch mich aus seiner Gnade zum Glauben berufen. Als ich noch nicht gläubig war, war ich eine unangepasste, aggressive Person. Konflikte, Stress und traumatische Erfahrungen prägten mein Leben. Doch Gott war immer mit mir. Er hat mich von der Finsternis ins Licht geführt. Ich wachse und entwickle mich im Glauben. So erfahre ich immer wieder Gottes Kraft, die im Wort vom Kreuz steckt!
Möge der HERR in seiner Heiligen Dreieinigkeit uns allen reichlich Busse- und Gebetsgeist sowie geistliche Hoffnung geben. Kommen wir zu Jesus, wie wir sind. Verlassen wir uns allein auf ihn und sein Wort; bleiben wir daran, und er gibt uns die Fülle durch die Kraft des Kreuzes, von jetzt an bis in die Ewigkeit.