Die mannigfaltige Weisheit Gottes

Epheser 3,1-13

damit jetzt kundwerde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde.

Epheser 3,10

Wir verwenden in unserem Alltag viele Passwörter. Wir müssen Passwörter erstellen, die möglichst komplex sind, indem wir Zahlen, Sonderzeichen, Gross- und Kleinbuchstaben mischen. Es ist wirklich schwierig, sich all diese Passwörter zu merken. Wenn man dann ein Passwort vergisst, ist das wirklich ärgerlich. Wichtige Institutionen gestalten diese Passwörter sehr komplex, um Hackerangriffe von aussen zu verhindern. Durch Black Hacking werden manchmal Banken ausgeraubt. Viele persönliche Daten werden gehackt. Dann gibt es White Hacking, das solche böswilligen Hackerangriffe aufdeckt und wieder in den Normalzustand versetzt. Es darf eine Freude sein, ein vergessenes Passwort wiederzufinden. Welche Geheimnisse haben wir? Kennen wir überhaupt Geheimnisse, die seit Tausenden von Jahren verschleiert sind? Können wir Codes entschlüsseln, die seit Tausenden von Jahren bestehen? Wie haben wir Codes entschlüsselt, die seit Tausenden von Jahren verschlüsselt waren? Wie haben wir sie entschlüsselt? Und was haben wir entschlüsselt? 

 In der vergangenen Lektion haben wir darüber nachgedacht, woran wir denken sollen. Wir waren einst nach dem Fleisch Heiden. Wir waren fern von der Erlösung und wir waren die Feinde Gottes. Wir waren ausserhalb des Bundesvolkes. Aber wir sind durch Jesus Christus zu Gott nahe gekommen und mit ihm eins geworden. Christus ist unser Friede, weil Jesus uns durch sein Blut unter allen Menschen, nämlich zwischen den Juden und den Heiden, eins gemacht hat. Jesus ist die grosse Hoffnung und die grosse Kraft. In Christus sind wir auch mit Gott versöhnt. Jesus ist das Geheimnis. Dies zu entschlüsseln ist etwas Erstaunliches. Lasst uns durch die heutige Predigt die erstaunlichen geistlichen Geheimnisse kennenlernen, die wir entschlüsselt haben. Lasst uns heute die mannigfaltige Weisheit kennenlernen. 

 Lesen wir gemeinsam Vers 1: «Deshalb sage ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu für euch Heiden.» Paulus hat gesagt, dass die Heiden und die Juden mit dem Blut Jesu Christi eins geworden waren. Die Heiden sind nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Sie bauen nun den Tempel Gottes auf dem Grundstein, Jesus Christus. Durch Jesus bauen sie nun zu einer Wohnung Gottes im Geist mit. Die Heiden sind nicht mehr weit von Gott. Dafür hat Paulus das Evangelium für die Heiden verkündet. Die Heiden haben das gleiche Recht wie die Juden, Gottes Segen zu bekommen. Die Juden liessen Paulus nicht in Ruhe. Sie wollten ihn ermorden. Die Juden klagten ihn an. Paulus war im Gefängnis in Rom. Er bezeichnete sich als Gefangener Christi Jeu. Er war im Hausarrest. Er war nicht wegen der politischen oder sträflichen Dinge im Hausarrest. Durch Jesus Christus wurde er gefangen genommen. Die Juden wollten ihn wegen dem Evangelium anklagen und ihn strafen. Aber wegen seiner römischen Bürgerschaft war er im Gefängnis und wartete auf den nächsten Prozess vor dem König. Paulus war ein Gefangene Jesu Christi. Nach der Begegnung zu Jesus auf dem Weg nach Damarkus wurde er von Jesus Christus gefangen genommen, um das Evangelium für die Heiden zu verkündigen. Ver der Begegnung zu Jesus war er reich und sehr berühmt. Er wollte den Anhängern von Jesus bis zum Ende der Erde nachjagen und sie töten. Er nahm tatsächlich an den Tod von Stefanus aktiv teil. Aber nach der Bekehrung lebte er für Jesus. Wegen der Person von Jesus war er seine irdische Karriere und seinen Ruhm aufgegeben, um Jesus zu erkennen. Er wollte Jesus noch mehr und mehr erkennen. Für den Namen Jesu Christi war er als Gefangener Christi Jesu tätig. Aber er schämte sich nie dafür. Selbst der Tod konnte ihn nicht von seiner Mission abhalten. Er nahm es als Gottes Auftrag an, den Heiden das Evangelium zu verkündigen, und nichts machte ihn glücklicher, als dass sie mit dem Herrn eins wurden und Erlösung fanden. Die Ketten, die ihn fesselten, waren keine eisernen Ketten, sondern Ketten der Liebe, welche die Heiden mit dem Herrn verbanden. Sein Gefängnis war für ihn ein wunderschöner Ort der Erholung, an dem er eine tiefe Liebesbeziehung zu Gott pflegen konnte. Die zahlreichen Briefe, die er dort schrieb, waren Liebesbriefe des Herrn an verlorene Seelen. Sein Körper war zwar bewegungsunfähig, aber seine Seele war jeden Tag von der Freude des Himmels erfüllt. 

Wie war er als Gefangener Christi Jesu tätig? 

 Lesen wir gemeinsam die Verse 2 und 3: «Ihr habt ja gehört von dem Auftrag der Gnade Gottes, die mir für euch gegeben wurde: Durch Offenbarung ist mir das Geheimnis kundgemacht worden, wie ich zuvor aufs Kürzeste geschrieben habe.» Gott hat Paulus sein Geheimnis offenbart. Paulus war ein Gelehrter seiner Zeit und ein grosser Gesetzeslehrer. Er war ein Pharisäer und ein Intellektueller mit dem höchsten akademischen Grad. Er war jemand, der die alttestamentarische Bibel vollständig verstand und studierte. Aber er kannte Jesus nicht. Paulus lernte Jesus nicht durch sein umfangreiches Wissen kennen, auch nicht durch seinen menschlichen Hintergrund oder seinen hohen akademischen Grad oder sein Wissen. Es war allein die Offenbarung Jesu. Durch diese Offenbarung lernte er Jesus kennen. Und dieser Jesus war der Höhepunkt seines Lebens. Jesus war tatsächlich der Höhepunkt seines Wissens. Jesus war der Höhepunkt seines gesamten Vermögens. Jesus war der Höhepunkt seines Glaubens. Die Begegnung mit Jesus war eine erstaunliche Offenbarung des Herrn, und diese Offenbarung war das Geheimnis Christi. Durch dieses Geheimnis erhielt er eine erstaunliche Aufgabe der Gnade Gottes. 

Was war seine Aufgabe der Gnade Gottes?

 Lesen wir gemeinsam die Verse 4 bis 7: «Daran könnt ihr, wenn ihr’s lest, meine Einsicht in das Geheimnis Christi erkennen. Dies war in früheren Zeiten den Menschlenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist; nämlich dass die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leib gehören und Mitgenommen der Verheissung in Christus Jesus sind durch das Evangelium, dessen Diener ich geworden bin durch die Gabe der Gnade Gottes, die mir nach seiner mächtigen Kraft gegeben wurde.» Im Alten Testament wurde nicht alles offenbart. Nur einigen Propheten und Aposteln wurde durch den Heiligen Geist etwas offenbart. Durch Jesus wurde jedoch Gottes Plan vollständig erfüllt. Dieser Plan war die Verheissung, dass auch die Heiden mit den Juden vereint werden würden. Auch die Heiden wurden zu Erben des Reiches Gottes, zu einem Leib in Christus und zu Menschen, die denselben Anspruch auf Gottes Verheissung haben. Diese erstaunliche Gleichstellung wurde möglich, weil Jesus alle Mauern der Feindschaft niedergerissen hat. Und Paulus wurde durch die erstaunliche Kraft Gottes mit der Gnade Gottes beschenkt, nämlich dass er ein Diener Christi wurde. Paulus hatte Christen verfolgt und getötet. Nun riskiert er für Christus sein Leben. Er ist ein Beispiel der Kraft Gottes, die Menschen verwandelt. 

 Deshalb müssen wir auf die erstaunliche Kraft Gottes vertrauen, die in uns wirkt. Denn Gott verändert jeden Menschen, damit er zu seiner Ehre dienen kann. In Gottes Wirken gibt es keine Ausnahmen. Gottes Kraft ist einfach unglaublich. Gott berief den 75-jährigen, hoffnungslosen Götzendiener Abram und verwandelte ihn in Abraham, den grossen Vorfahren des Glaubens. (1.Mo 17,5) Er veränderte den betrügerischen Jakob und setzte ihn als grossen Israel ein. (1.Mo 32,5) Gott hat sogar den schwachen Josef verändert und ihn als Hirten eingesetzt, der ganz Israel rettete. (1.Mo 45,7) Selbst den Mörder Moses hat Gott nicht vergessen und ihn nach 40 Jahren Ausbildung in der Wüste als grossen Führer eingesetzt, der Israel aus der Knechtschaft des Pharao in das verheissene Land führte. (2.Mo 3,2) Gott verändert jeden Menschen und macht ihn zu einem Verkünder des Evangeliums. Das ist das erstaunliche Geheimnis Christi. 

 Lesen wir gemeinsam die Verse 8 bis 10: «Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist die Gnade gegeben worden, den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott sein Geheimnis Werk setzt, das von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat damit jetzt kundwerde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten den Gewalten im Himmel durch die Gemeinde.» In der Welt war er nie ein geringster Mensch. Er war ein ausgebildeter Mensch und Gelehrte. Aber er bekannte, dass er sich als allergeringsten bezeichnete. Er war gering und noch geringer und am geringsten unter den Menschen. Er hatte nicht verdient, als Werkzeug Gottes zu gebrauchen. Aber vor Gott war er wirklich allergeringsten. Das war aber nur die Gnade Gottes, um ihn als Apostel zu berufen. Gott berief einen unverdienten Menschen, um die Heiden das Evangelium zu predigen. Er verkündigte ihnen unfassbaren Reichtum Christi. 

 Die Heiden wussten nichts. Das Leben der Fremden war ein Leben, das an diese Welt gebunden war. In dieser Welt gut zu essen, gut zu leben und gesund zu leben, das war das Leben der Heiden. Das Leben der Heiden bestand darin, dass das, was man sah, alles war. Ihr Leben bestand darin, nach den Bräuchen dieser Welt zu leben. Heiraten, essen und trinken, in einem schönen Haus und einer guten Umgebung leben – das war das Leben der Heiden. Sie fertigten auch alle Götzen mit ihren Händen an und dienten ihnen als Götter. In ihrem Leben gab es keinen lebendigen Gott. Das Leben der Heiden war ein Leben, in dem sie an die Ketten der Sünde und des Todes gefesselt waren und als Sklaven des Teufels lebten. Das Leben der Heiden war ein verfluchtes Leben, dem das ewige Gericht nicht entkommen konnte. Als Paulus in Athen das Evangelium verkündigte, sah er unzählige Götzenbilder. Sie waren erschöpft vom Herstellen von Götzenbildern. So war das Leben der Heiden das Leben eines unwissenden Volkes, das sogar unbekannte Götter schuf und ihnen diente (Apg 17,23). Paulus verkündigte diesen unwissenden Menschen das Evangelium der Schuld. Er lehrte sie, wie diese Welt entstanden war, wie wir in diese Welt gekommen waren und was wir vor Gott waren. Durch die Verkündigung des Evangeliums des Lichts half Paulus den Menschen, Jesus anzunehmen, der sie von Sünde und Tod befreit hatte. Er verkündigte, dass Jesus der Schöpfer war und sie aus aller Finsternis befreien konnte. Tag für Tag konnte er nicht umhin, von der unbeschreiblichen Weisheit Gottes in seiner Gegenwart bewegt zu sein. Paulus offenbarte Jesus, wer er war. Jesus ist die mannigfaltige Weisheit Gottes. 

 Wie können die Menschen von der mannigfaltige Weisheit Gottes wissen? Die Menschen sind eingeschränkt und in allen Bereichen limitiert. Sie sehen nur die sichtbare Welt. Sie erkennen nicht die geistliche Welt. In die Tat sind sie sogar nicht fähig, die sichtbare Welt zu erkennen. Wie kann ein so endliches Leben die Welt der Schöpfung Gottes verstehen? Wie kann es die Geheimnisse dieser Schöpfung erkennen? Mit welcher menschlichen Weisheit lassen sich die vier Jahreszeiten erklären? Wie lassen sich die unzähligen atmosphärischen Kreisläufe und Unbeständigkeiten auf dieser Erde erklären? Was ist mit Taifunen und Wirbelstürmen? Mit welcher menschlichen Weisheit lassen sich Meerwasser und Süsswasser erklären? Mit welchem menschlichen Wissen kann man den Ursprung und die Geheimnisse dieses riesigen Universums erklären? Welche Medizin kann die unzähligen geheimnisvollen Zellen des menschlichen Körpers, die DNA, das Blut, die Blutgefässe und die Körperfunktionen erklären? Je mehr wir wissen, desto demütiger werden wir angesichts der unendlichen Weisheit Gottes, des Schöpfers. Darüber hinaus kann niemand wie der Apostel Paulus vor der Gegenwart Gottes bestehen. Vor Gottes Weisheit ist menschliches Wissen weniger als Staub. Wie könnte jemand vor der Weisheit des lebendigen Gottes hochmütig sein? Wie könnte ein Mensch, der nicht einmal die sichtbare Welt versteht, die unsichtbare geistige Welt verstehen? Wie könnte man die Mächte der Finsternis erklären? Wie könnte man die Güte und Bosheit der Menschen erklären? Aber Gottes erstaunliche Weisheit ist in unserem Leben enthalten. Durch Jesus Christus haben wir nun das ewig verborgene Geheimnis erkannt. Wie lässt sich beschreiben, dass wir nun den Schlüssel zu Gottes erstaunlichem Geheimnis besitzen? Gottes Weisheit wurde durch Jesus auf dieser Erde entsiegelt. Wie bewegt und demütig muss der Apostel Paulus gewesen sein, als er dies verkündete. Ist es überhaupt möglich, mit menschlichen Worten die Begeisterung auszudrücken, die man empfindet, wenn man den Schlüssel, das Passwort besitzt, das die geheimen Türen des Himmels öffnet? Diese Begeisterung kann man nur empfinden, wenn man Jesus begegnet und alle Geheimnisse erkennt, die man durch Jesus erfährt. 

 Darum sagt Paulus in den Versen 11 bis 13: «Diesen ewigen Vorsatz hat Gott ausgeführt in Christus Jesus, unserm Herrn, durch den wir Freimut und Zugang haben in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn. Darum bitte ich, nicht zu verzagen wegen meiner Bedrängnisse, die ich für euch erleide, die für euch eine Ehre sind.» Gottes Plan für die Erlösung wurde durch Jesus Christus erfüllt. Das Geheimnis Gottes ist durch Jesus in der Welt offenbart. Durch Christus und unseren Glauben an ihn können wir nun ohne Furcht und voller Zuversicht zu Gott kommen. Deshalb verlor Paulus nicht den Mut seiner Gefangenschaft. Das war eine Ehre für Paulus, weil er ihnen das Evangelium gegeben hatte. Durch seine Verkündigung hatten sie ein neues Leben bekommen und Gottes Gnade erfahren, dass sie umsonst die Erlösung Gottes bekommen hatte. Darum waren sein Leid und sein Schmerzen für ihn eine grosse Ehre. 

Paulus verkündigte die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewaltigen im Himmel durch die Gemeinde. Dadurch haben die Menschen Gottes Plan für die Errettung der Welt erkannt. Gott hat für die Erlösung der Menschen geplant. Jesus hat durch seinen Gehorsam Gottes Plan am Kreuz erfüllt. Paulus hat diese Gnade durch den Glauben an Jesus in die Welt weitergegeben. Die mannigfaltige Weisheit Gottes ist auch zu uns gekommen. Durch den Glauben an Jesus hat Gott uns seine Erlösung offenbart. Unsere Erlösung ist nicht möglich, obwohl wir viel Geld haben, oder wir viel gelernt haben. Für die Erlösung eines Menschen ist nur die Offenbarung Gottes ermöglicht. Jesus ist die Offenbarung Gottes. Das kommt nicht automatisch zu uns. Das ist auch nicht mit unseren Leistungen und Mühe und unserer Kraft möglich. Die Menschen sollen die mannigfaltige Weisheit Gottes durch die Wirkung des Heiligen Geistes persönlich erfahren. Das heisst, dass Gott jeden einzelnen Menschen persönlich offenbaren soll. Darum sollen wir beten, dass Gott uns seine Offenbarung schenken wird. Gott wird seine Offenbarung in unserer Gemeinde mit seiner mannigfaltigen Weisheit wirken. Dafür sollen wir beten und das Wort Gottes lieben und die Bibel lesen. Wir haben den Auftrag der Gnade Gottes empfangen. Wir sind auch wie Paulus vor der Gegenwart Gottes als allergeringste Diener. Wir haben das Geheimnis Gottes durch den Glauben an Jesus erkannt. Aber wir wissen nicht, was Gott durch uns offenbaren wird. Als allergeringste Diener sollen wir das Geheimnis Gottes demütig verkündigen. Möge Gott uns helfen, dass wir für die Erlösung eines Menschen Gottes Offenbarung empfangen und dem Werk Gottes durch die Offenbarung Gottes dienen können. Möge Gott uns segnen, dass die verlorenen jungen Studenten durch uns ins Werk des Lichtes in Jesus Christus im Frühjahressemester kommen und die Errettung Gottes persönlich erfahren können. 

«damit jetzt kundwerde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde.» 

Halleluja, Amen.