Die Traurigkeit nach Gottes Willen

2.Korinther 7,1-16

Denn die Traurigkeit nach Gottes Wille wirkt zur Seligkeit eine Umkehr, die niemanden reut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod.

2. Korinther 7,10

Gott sei Dank, dass wir letzten Freitag unser Jahresleitwort in der Gemeinde ausgetauscht haben. Dabei haben wir viele Gnade Gottes bekommen. Vor allem haben wir Gottes Trost und Gottes Gnade bekommen, wie Gott jede einzelne Person persönlich zum Besten geführt hat. Jeder hat Gott viel Dankbarkeit gebracht. Wir haben eine gute geistliche Entscheidung getroffen, d.h. einen guten Vorsatz für das Jahr 2026, das Wort Gottes zu lieben. Darum wollen wir die Bibel fleissig lesen und sein Wort studieren und das Wort Gottes auf dem Campus verkündigen. Möge Gott unsere geistliche Orientierung nach der Führung des Heiligen Geistes segnen. 

 In der Gemeinde in Korinth war es ein Problem, Paulus nicht als Apostel anzuerkennen. Aber Paulus zeigte, wie Gott ihn und die Gemeinde in Korinth lieb hatte. Paulus bekam die Gnade Gottes. Sein Leben lang wollte er die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangen. Er sagte, dass die Gläubigen das Heil Gottes nicht umsonst empfangen sollten. Unser Heil ist nicht vergeblich empfangen, weil viele Glaubensvorfahren für unsere Erlösung ihr kostbares Leben gegeben haben. Noch dazu haben wir erkannt, dass das Leben im Glauben nicht mit der weltlichen Einstellung zusammen gehen kann. Daraus haben wir Gottes Wort bekommen, warum wir unsere Erlösung nicht vergeblich bekommen sollen. 

 Im heutigen Text wollen wir weiter lernen, warum die Traurigkeit nach Gottes Willen wirklich zur Seligkeit führt. Ein gläubiges Leben ist nicht von der Welt getrennt. Ein gläubiges Leben verbindet mit Gott. Nach der Neugeburt verbindet ein gläubiges Leben mit Gott. Dieser Bund ist untrennbar, weil das Blut Jesu die gebrochene Beziehung mit Gott in uns wiederhergestellt hat. 

Die Furcht Gottes vollendet die Reinigung und die Heiligung. 

 Lesen wir gemeinsam Vers 1: «Weil wir nun solche Verheissungen haben, ihr Lieben, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.» Paulus ermahnte die Gemeinde in Korinth, welche geistliche Haltung sie haben sollten. Paulus erkannte sich selbst, dass er auch einen guten geistlichen Kampf kämpfen sollte, weil er auch ein schwacher Sünder war, obwohl er durch Jesus als Apostel auf dem Weg nach Damaskus berufen wurde. Er missionierte viele Menschen und gründete auch zahlreiche Gemeinden in Kleinasien und Europa. Trotzdem behauptete er nicht, dass er von den Gläubigen in Korinth zwingend geachtet werden sollte. Die menschliche Reaktion auf ihn war für ihn nicht so wichtig. Er lebte immer in der Furcht Gottes. In der unveränderten Beziehung mit Gott fürchtete er sich vor ihm. Diese Furcht war nicht Angst, sondern Gottes Gegenwart in der Beziehung zu Gott. Wenn wir Gott persönlich erfahren, können wir erkennen, wie heilig Gott ist und wie kostbar das Blut Jesu Christi ist. Darum können wir nicht mehr im alten Leben und in alter sündiger Gewohnheit leben, weil der Heilige Geist in uns wohnt. Darum spricht Paulus in 2.Korinther 6,16: «Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen?» Jesus sagte auch in der Bergpredigt Matthäus 5,8: «Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.» Paulus erlebte Gott täglich in dessen Gegenwart. Darum tat er Unrecht und verletzte niemanden. Er verdammte niemanden in der Gemeinde in Korinth, weil sie in seinem Herzen waren und mit ihm gestorben und mit ihm gelebt hatten. 

 Lesen wir gemeinsam die Verse 3 und 4: «Nicht sage ich das, um euch zu verdammen; denn ich habe schon zuvor gesagt, dass ihr in unserem Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben. Ich rede mit grossem Freimut zu euch; mir wird viel Ruhm zuteil euretwegen; ich bin erfüllt mit Trost; ich habe überschwängliche Freude in aller unsrer Bedrängnis.» Paulus fürchtete sich sehr vor Gott, darum achtete er die Gläubigen in Korinth mit Respekt und Liebe. Sie waren sein Ruhm, sein Trost und seine überschwängliche Freude in aller Bedrängnisse. 

 Wenn wir auch in der Furcht Gottes leben, werden wir auch die Reinheit und die Heiligung vollenden. Daraus achten, lieben und respektieren wir uns gegeneinander. Jesus hat uns so geliebt, als wir noch Sünder waren. (Röm 5,8) Sonst sollen wir traurig sein. Diese Traurigkeit ist das Herz Gottes. Wenn wir in der Traurigkeit bleiben, werden wir getröstet werden. Das ist Gottes Gnade und Gottes Barmherzigkeit. Die Welt von heute fürchtet Gott wirklich nicht. Die Welt tut so, als gäbe es Gott gar nicht. Sie möchte Gott aus den Herzen der Menschen tilgen. Sie wertet die Bibel als ein von Menschen geschriebenes Buch ab und verunglimpft sie. Die Menschen ignorieren die Zehn Gebote. Unter dem Deckmantel der Freiheit empfinden sie Gottes Liebe eher als Belastung. Das ist nur natürlich. Diese Zeit lehnt das Wort der Heiligung ab. Sie sagen: «Wir werden morgen sterben, also lasst uns essen und trinken.» (2.Kor 15,33) Jesus hat klar gesagt, warum die Welt das Evangelium ablehnt. Er sagte in Johannesevangelium 3, 19 bis 21: «Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.» Die Welt liebt lieber die Finsternis als das Licht. Aber wir lieben lieber das Licht als die Finsternis. Darum ermutigt unsere Traurigkeit uns, nach der Reinigung und der Heiligung zu streben. 

Die Traurigkeit nach Gottes Willen führt uns zur Umkehr. 

 Lesen wir gemeinsam Vers 5: «Denn als wir nach Makedonien kamen, fanden wir keine Ruhe; sondern allenthalben waren wir bedrängt: von aussen Streit, von innen Furcht.» Gemäss 2.Korinther 2, 12 wollte Paulus das Evangelium in Troas verkündigen. Der Herr hatte ihm ein reiches Arbeitsfeld mit vielen Möglichkeiten gegeben. Doch er fand keine Ruhe, weil sein lieber Bruder Titus noch nicht mit einem Bericht von der Gemeinde in Korinth eingetroffen war. Deshalb verabschiedete er sich und reiste weiter nach Mazedonien, um ihn dort zu treffen. Titus war ein bekehrter Grieche, den Paulus sehr liebte und dem er vertraute. Möglicherweise hatte Paulus Titus mit dem schmerzlichen Brief geschickt. Auf dem Weg nach Mazedonien hätte Paulus Titus in Troas treffen sollen. Als Paulus ihn nicht fand, war er um Titus Sicherheit besorgt und verliess Troas, um in Mazedonien nach Titus zu suchen. 

 Gott aber fand ihn in Mazedonien. Die Verse 6 und 7 betrachten wir: «Aber Gott, der die Geringen tröstet, der tröstete uns durch die Ankunft des Titus, nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, mit dem er bei euch getröstet worden war. Er berichtete uns von eurem Verlangen, eurem Weinen, eurem Eifer für mich, sodass ich mich noch mehr freute.» In Mazedonien fand Paulus endlich seinen geliebten geistlichen Sohn, Titus. Titus berichtete ihm von der Lage der Gläubigen in Korinth. 

 Paulus war in Bedrängnis und erschöpft. Sein Körper war sehr schwach geworden und fand keine Ruhe. Er war aussen von Streit, innen von Furcht bedrängt. Niemand konnte ihn trösten und Ruhe bringen. Viele Menschen griffen ihn hart und innerlich war er sehr ängstlich. Viele Sorgen und Kummer bedrängten ihn Tag und Nacht. Er hatte viele Sorgen um die Gemeinde und die Glaubensgeschwister und ungläubigen Menschen. In dieser harten Zeit wurde er durch Titus viel getröstet. Seine Schwierigkeiten folgten ihm immer in allen Missionsfelden, in der Gemeinde in Korinth, und auch hier in Mazedonien und überall in ganz Kleinasien. Wir denken, dass er ein Superapostel sei. Aber er war auch sehr menschlich und persönlich. Er war auch müde und erschöpft. Wir denken, dass sein Glaube schwach geworden wäre. Aber er war auch ein Mensch. Unser Herr, Jesus, ist auch als Mensch wie wir in die Welt gekommen. Sogar wurde er als ein Baby im Stall geboren. Er wollte auch seinen bevorstehenden Tod möglichst vermeiden. Paulus war kein Supermann, er war kein Superapostel. Er brauchte auch Trost und Freude. In dieser schwierigen Zeit gab Gott ihm einen passenden Trost durch Titus.

 Paulus schrieb den Brief für die Gemeinde in Korinth. Er dachte, dass sein Brief für sie zu hart wäre und dass sie dadurch verletzt sein könnten. Nachdem er den Brief abgeschickt hatte, ahnte er ihre Reaktion darauf voraus, und das machte ihn traurig. Nun war er froh, dass er den Brief geschickt hatte, nicht weil er sie verletzt hatte, sondern weil der Schmerz Gottes Willen entsprach. Er hatte sie also in keiner Weise geschadet. 

 Die Kirche ist eine Gemeinschaft des Glaubens. Diese Gemeinschaft des Glaubens ist weder ein Tennisclub noch ein Fitnessstudio oder eine soziale Einrichtung dieser Welt. Diese Gemeinschaft ist eine heilige Versammlung, die durch das Blut Jesu erkauft wurde, und ein Lebewesen, das auf dem Wort der Wahrheit steht. In dieser heiligen Versammlung gibt es viele Menschen. Aber sie sind alle unterschiedlich. In einer solchen Gemeinschaft müssen wir uns daran erinnern, dass wir alle durch das Blut Jesu Vergebung empfangen haben und zu neuen Geschöpfen geworden sind, die wertvoll sind. Das Blut des Fleisches ist unterschiedlich. Die Gedanken des Fleisches sind unterschiedlich. Der Hintergrund des Fleisches ist für jeden unterschiedlich. Aber in Jesus Christus sind wir alle Brüder und Schwestern. Wir alle sind königliche Priester und ein heiliges Volk. Wir müssen einander lieben, einander schätzen, einander umgeben und einander helfen. Wir müssen einander glauben, vertrauen, respektieren und lieben. Wir müssen einander mit dem Herzen des Herrn ermutigen. Wenn es in der Gemeinde Sünden gibt, müssen wir einander mit der Liebe des Herrn darauf hinweisen und mit dem Wort Gottes helfen. Durch all das können wir voneinander lernen, einander verstehen und einander annehmen. So wird die Gemeinde gesünder und erneuert. Manchmal kann ein einziger Ratschlag unsere Gefühle für einen Moment verletzen. Manchmal sind wir vielleicht kurzzeitig gekränkt. Aber wir sollten unser Herz öffnen, uns selbst akzeptieren und dies als Gelegenheit nutzen, um in Christus mit einem offenen Herzen zu wachsen. Als Paulus die Nachricht empfang, dass sich die Gläubigen in Korinth verändert hatten, verschwanden all seine Lasten und Leiden und er empfand Freude und Trost. Ich bete darum, dass auch in unserer Gemeinschaft immer dieser Trost und diese Freude herrschen mögen. Im Glaubensleben können wir auch manchmal Missverständnisse und Verletzungen bekommen. Dadurch können wir eine gute Gelegenheit haben, unseren Glauben zu waschen. Römer 8 28: «Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.» Wir brauchen nicht, dass wir heute und jetzt alle Dinge verstehen und annehmen sollen. In vielen Dingen werden wir später den Willen Gottes erkennen, warum wir solchen Prozess früher erfahren haben. Dadurch lernen wir viel Geduld und Gebet. 

 Lesen wir gemeinsam die Verse 10 und 11: «Durch die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Umkehr, die niemanden reut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod. Siehe, eben dies, dass ihr betrübt worden seid nach Gottes Willen, welches Mühen hat das in euch gewirkt, dazu Verteidigung, Unwillen, Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung! Ihr habt in allen Stücken bewiesen, dass ihr rein seid in dieser Sache.» Paulus ermutigte auch die Gemeinde in Korinth, wie sie im Glaubensleben den Willen Gottes gehorchten. Vor dem Wort Gottes waren sie sehr aufrichtig und ehrlich. Es gibt Traurigkeit, die zur Umkehr führen. Es gibt Traurigkeit in dieser Welt, die zum Tod führt. Viele Menschen sterben in Traurigkeit. Die Traurigkeit der Welt führt uns zum Tod. Die Menschen können diese Traurigkeit nicht ertragen. 

 Judas, der Jesus verraten hatte, bereute es zutiefst. Diese Reue enttäuschte ihn selbst. Er konnte sich selbst nicht vergeben. Er verbrachte viele schlaflose Nächte, dachte über seine Ungerechtigkeit nach und machte sich wiederholt Vorwürfe wegen seiner menschlichen Entscheidung. Deshalb sah er keinen Sinn mehr darin, als Mensch weiterzuleben. Da niemand seinen Wert anerkannte, konnte er nicht mehr weiterleben. Er konnte den Fingerzeig der Welt nicht ertragen. Nur Verurteilung und Gericht negierten seine gesamte Existenz. Judas hätte nicht auf dieser Welt existieren dürfen. In tiefer Reue und Verzweiflung war er traurig. Er war immer noch in den Werten dieser Welt gefangen. Verschüttet unter den Wertvorstellungen dieser Welt beging Judas Selbstmord. Das ist das Ergebnis der Traurigkeit dieser Welt.

 Aber schauen wir uns Petrus an. Er liebte Jesus. Er sagte zu Jesus: Auch wenn alle Jesus verraten würden, auch wenn alle Jesus verlassen würden, schwor er, dass er Jesus niemals verlassen und niemals den Herrn verraten würde. Doch dann sah er, wie Jesus machtlos von den Menschen gefangen genommen wurde. Er hatte gehofft, durch Jesus die erstaunliche Macht der Welt zu erlangen, doch nun war alles zunichte. Jesus, der den Sturm stillen konnte, war nicht mehr da. Petrus hatte Angst. Er hatte grosse Angst. In einem Augenblick zerbrachen alle seine Träume. Er dachte, dass sein Leben nun mit der Gefangennahme Jesu zu Ende sei. Vor den Mägden leugnete er Jesus dreimal und schwor, dass er ihn nicht kenne und nicht wisse, wer er sei. Doch bald erkannte Petrus, dass er einen Fehler begangen hatte. Er entfernte sich weit vom Jesu Kreuz. Er hatte Jesus nicht beschützen können. Er hatte Jesus gründlich verleugnet. Unendliche Traurigkeit überkam ihn. Er konnte diese Traurigkeit nicht ertragen. Aber er bereute. Mit dieser Traurigkeit lebte er ein Leben der Reue. Tagelang quälte er sich mit seinen Gedanken und litt. Er konnte sich seine Schwäche einfach nicht verzeihen. Deshalb war er so traurig. Aber er erinnerte sich an die Liebe Jesu. Er glaubte an die Vergebung Jesu. Er glaubte an die unendliche Barmherzigkeit und Gnade Jesu. Obwohl sein Verhalten so erbärmlich war, bereute er seine Schwäche und Bosheit von ganzem Herzen. Er kehrte zu Jesus zurück. Unter Tränen der Reue wurde er in seiner unerbittlichen Traurigkeit zu einem neuen Menschen. Weil es Gottes Wille war, trauerte er um seine Sünden und bereute nach Gottes Willen. Der Herr vergab Petrus und machte ihn zum Apostel des Evangeliums. Das ist nichts anderes als das wunderbare Glück der Traurigkeit, das im Willen Gottes liegt. Darum freute Paulus sich, dass er sich in allem auf die Gläubigen in Korinth verlassen konnte. (V.16) 

 Wir sollen nicht vergessen, dass Gott uns durch das Blut Jesu Christi erlöst hat. Seine Erlösung hat uns das Leben gebracht. Die Finsternis wirkt nicht mehr unter uns. Da haben wir auch die Furcht Gottes in unserem Herzen empfangen. Mit der Furcht Gottes vollenden wir die Reinigung und die Heiligung. Jesus sagt in Markusevangelium 2, 19 und 20: «Und Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen da der Bräutigam von ihnen genommen ist; dann werden sie fasten, an jenem Tage.» Wenn wir im Geist ein Problem haben, sollen wir traurig sein, warum wir von dem Herrn so weit leben, warum wir von der Welt hängig sind. Mit der Traurigkeit nach dem Willen Gottes sollen wir uns zu dem Herrn bekehren. Diese Traurigkeit werden wir nie bereuen. Eine Traurigkeit ohne solche Umkehr führt dagegen zum Tod. Wir sind schwach und unzulänglich. Die Welt verdammt und verurteilt uns und unsere Missetaten. Aber wir sollen für unsere Sünden bitterlich Busse mit einem gebrochenen Herzen tun. In dieser bitterlichen Traurigkeit empfingen wir die Gnade Gottes, weil wir die Umkehr aufgrund der Gnade Gottes und der Barmherzigkeit Gottes finden. Dann sind wir wieder eine neue Kreatur. Unsere Traurigkeit verwandelt in grosser Freude und im neuen Leben. Wir werden niemals durch diese Traurigkeit nach Gottes Willen bereuen. Auch heute wartet der Herr darauf, dass wir wie der verlorene Sohn zu unserem Vater zurückkehren. Wir erkennen, wie gross unsere Sünden vor Gott sind, weinen und seufzen und beten, dass wir zu Gott, unserem Vater, zurückkehren dürfen. Dies ist eine Traurigkeit, die uns nicht schadet, sondern führt uns zur Erlösung, die uns neues Leben schenkt, eine Traurigkeit des neuen Lebens. Wir beten, dass der Herr uns diese kostbare, selige Traurigkeit schenkt. Möge Gott sich über uns erbarmen, dass wir jeden Tag ein Leben voller Freude über die Erlösung führen können. 

«Denn die Traurigkeit nach Gottes Wille wirkt zur Seligkeit eine Umkehr, die niemanden reut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod.»

Halleluja, Amen.