Ein von Gott bewährter Diener

2.Korinther 10,1-18

Denn nicht der ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt.

2. Korinther 10,18

Heutzutage sehnen sich die Menschen nach Anerkennung und Lob. Deshalb versuchen sie mit allen Mitteln, möglichst viel Anerkennung und Lob zu erhalten. Man kann gar nicht ahnen, wie viele Menschen ihr Leben davon abhängig machen, von anderen anerkannt und gelobt zu werden. Schauen wir uns die unzähligen sozialen Netzwerke an. Alle Unternehmen unterhalten und verwalten verschiedene Social-Media-Konten, um für sich zu werben. Schauen wir uns die unzähligen Internetseiten an. Zahlreiche Facebook-, X-, KakaoTalk-, WhatsApp-, Instagram- und unzählige andere Social-Media-Plattformen lassen uns den Kopf verlieren. Zahlreiche Staatschefs, darunter Präsident Trump, verbreiten ihre Meinungen über Social Media, und diese Äusserungen beeinflussen die Politik entscheidend. Politiker, Unternehmer, Geschäftsleute und unzählige Privatpersonen möchten über diese sozialen Medien ihre Meinung äussern und ihre Geschichte erzählen. Wenn ich auf dem Campus Studenten evangelisiere, fragen sie mich nach meinem Instagram-Account. Ich persönlich habe keinen Instagram-Account und mag soziale Medien ohnehin nicht besonders. 

  Der Apostel Paulus schrieb viele Briefe an die von ihm gegründeten Gemeinden. Das geschah, um das Evangelium zu festigen. Doch es gab viele, die den Apostel Paulus verleumdeten. Sie behaupteten, das Schreiben von Briefen sei feige oder zeuge von Angst. Was wir in diesem Zeitalter der sozialen Medien und der Digitalisierung wissen müssen, ist: Für wen tun wir das? Dienen wir dem Herrn? Oder wollen wir uns selbst zur Schau stellen? Wir müssen unsere Grenzen klar ziehen. Wenn wir diese Grenzen überschreiten, zerstören wir die Ordnung der Gemeinde und begehen die Sünde, Gottes Herrlichkeit für uns selbst zu beanspruchen. Lasst uns nicht versuchen, uns selbst zu beweisen, sondern lasst uns danach streben, Menschen zu sein, die Gott uns selbst beweisen lässt. Das ist es, was der Apostel Paulus uns heute sagt. Leben wir heute als Menschen, die Gottes Anerkennung und Lob erfahren? Wir möchten heute durch Paulus lernen, mit welcher Haltung wir als Diener des Herrn seinem Werk dienen sollen. 

Erstens, seine Ermahnung war Sanftmut und Güte Christi.

 Lesen wir die Verse 1 und 2: «Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch bei der Sanftmut und Güte Christi, der ich in eurer Gegenwart unterwürfig sein soll, aber kühn gegen euch, wenn ich fern bin. Ich bitte aber, dass ich, wenn ich bei euch bin, nicht kühn sein muss in der Festigkeit, mit der ich gegen einige vorzugehen gedenke, die unsern Wandel für fleischlich halten.» Einige Irrlehrer in Korinth übten Kritik an Paulus und seiner Autorität. Sie behaupteten, dass Paulus nur in seinen Briefen mutig sei, in ihrer Gegenwart aber sei er sehr schüchtern und ängstlich wie ein Angsthase. Er war gegenüber den Korinthern sogar sklavisch. Das Verhalten von Paulus hielten sie für fleischlich. Aber die Tatsachen waren ganz anders. Es schien, als wäre er sehr schwach und unterwürfig in ihrer Gegenwart. Paulus war früher ein Feind des Evangeliums gewesen. Er hatte den Christen in allen Häusern nachgejagt, um sie zu töten. Er hatte wirklich Stefan mit dem Stein getötet. Er hatte Hunger nach Blut. (Apg 7) Aber nach der Bekehrung versuchte er, die Persönlichkeit von Jesus nachzuahmen. Er tat es genauso sanft und freundlich, wie Christus selbst es getan hätte. Als Sohn Gottes verzichtete Jesus gerne auf seine Rechte für uns Menschen. Er würde das geknickte Rohr nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen. (Mt12, 20) Jesus lud die verletzten, ausgebrannten Menschen zu sich ein. «Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.» (Mt11, 28-29) Aber Jesus schloss mit den scheinheiligen Pharisäern keinen Kompromiss. Er tadelte sie wegen ihrer Scheinheiligkeit. Er war sehr wütend auf sie: «Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?» (Mt 23, 33) 

 Auf seiner ersten Missionsreise war Paulus auf der Insel Zypern. Er verkündigte dem Statthalter das Evangelium. Dann verhinderte der falsche jüdische Prophet, der hiess Barjesus, die Wirkung von Gottes Wort. Paulus wurde erfüllte mit dem Heiligen Geist und sprach. «Du Sohn des Teufels, voll aller List und aller Bosheit, du Feind aller Gerechtigkeit, hörst du nicht auf, krumm zu machen die geraden Wege des Herrn?» Daraufhin war Barjesus blind geworden. (Apg 13, 4-12) Aber Paulus war sehr demütig. Um einen Menschen zu erretten, verzichtete er auf all seine Rechte. Er war bereit, sich selbst vor den Menschen unterwürfig zu machen. Das bedeutete, dass er für das Evangelium sklavisch geworden war. In seinem Dienst gab es immer den Kernpunkt des Evangeliums. Er diente dem Werk des Evangeliums mit Sanftmut und Güte Christi. Aber er wollte auf keinen Fall mit der Sünde einen Kompromiss eingehen. Betrachten wir nochmals Vers 2. Er wollte nicht mutig sein und die Kühnheit unter den Korinthern gebrauchen, indem sie im Voraus für ihre Sünde Busse getan haben.

 Wir sollen auch uns beim Dienst Gottes sanft, gütig, mutig und kühn verhalten. 

Zweitens, wir sollen ein klares Zielbewusstsein für den Dienst Gottes haben.

 Lesen wir die Verse 3 bis 4: «Denn obwohl wir im Fleisch wandeln, kämpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise. Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischliche, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Absichten zerstören wir.» Lasst uns gemeinsam das Wort im Dienste Gottes betrachten, weil dieses Wort den heutigen Schlüssel bietet. Es gibt ein Prinzip im Krieg. Das ist, den Kampf sicher gewinnen zu wollen. Deshalb investiert jedes Land enorme Geldmengen in die Waffenentwicklung und neue Waffen. Die mächtigen Waffen stehen für die Macht eines Landes. Paulus war aber ein schwacher Mensch. Er kämpfte auch in der Welt. Er hatte aber nicht auf weltliche Weise gekämpft. Es wurde ihm klar bewusst, womit er kämpfen sollte. Das sind nicht weltliche Strategien, nicht Technologien oder menschliche Methoden. Der Plan Satans ist, zu verhindern, ob ein Mensch auf Gottes Wort hört. Er benutzt dafür alle erdenklichen Mittel. Aber der Kampf ohne Gott wird 100%-ig verloren sein. All der Reichtum, der Ruhm und die Ehre, die wir ohne Gott gewonnen haben, werden eines Tages wie Nebel verschwinden. Nach dem Besitz fühlt man sich immer leer im Herzen. 

 Napoleon, der halb Europa mit seinen Kriegen in Angst und Schrecken versetzte, schrieb am Ende seines Lebens in sein Tagebuch: «Ich habe mit all meinen Armeen und Generälen nicht ein Vierteljahrhundert lang mir auch nur einen Kontinent unterwerfen können. Und dieser Jesus siegt ohne Waffengewalt über die Jahrtausende, über Völker und Kulturen.» Der Kaiser Nero verfolgte die Christen und wollte sie vernichten. Aber die Verfolgten lebten im Untergrund, wo es keinen Sonnenschein, aber Wassermangel gab und behielten den Glauben an Jesus trotz der Lebensgefahr, in der sie lebten. Wie hat Paulus alle diese Vorwürfe, welche gegen ihn erhoben wurden, bewältigt? Woher kam die Kraft des Kampfes? Was waren die Waffen von ihm? Betrachten wir noch einmal den Vers 4: «Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören.» Paulus hatte ein klares Zielbewusstsein für den Dienst Gottes. Er wusste, es gibt keine kostbareren Dinge als Gott zu dienen. 

 Wenn wir einen Geist im Herzen haben, Gott allein zu dienen, werden wir alle weltlichen Festungen zerstören. Um Gott zu dienen, brauchen wir noch tiefere Gemeinschaft. Das ist möglich ohne Geld. Das ist auch möglich ohne Diplom. Um uns herum befinden sich viele Festungen. Nun überlegen wir: Was ist die fleischliche Weise? Was ist die nicht fleischliche Weise? Woran erkennen wir das? Der Augenblick, in welchem wir nicht mehr aus unseren Herzen Gott dienen wollen, ist ein Beweis dafür, dass wir im Fleisch leben und auf fleischliche Weise kämpfen. Wenn wir Gott dienen wollen, werden wir alle Wunder im alltäglichen Leben erfahren. Wenn wir Gott dienen wollen, werden wir in allen Bereichen Gottes Kraft, Gottes Führung, Gottes Macht und Gottes Gegenwart persönlich erfahren. Aber wenn wir im Herzen nicht Gott dienen wollen, werden wir keine Macht Gottes, keine Wunder Gottes erfahren. Deshalb sollen wir Christen ein klares Zielbewusstsein im Herzen haben, das ist: Gott zu dienen. Beim Studium, bei der Jobsuche, bei der Lebensplanung, und bei alltäglichen Kleinigkeiten. Das ist ein schönes, glückserhaltendes Leben. Gott zu dienen ist unsere mächtigste Waffe. 

 Was sollen wir mit Gottes mächtigen Waffen tun, um Gott effektiv und stark zu dienen. 

Drittens, wir sollen vor Gottes Wort ein bussfertiges und demütiges Leben führen.

 Lesen wir gemeinsam die Verse 5 und 6: «und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus. So sind wir bereit, zu strafen allen Ungehorsam, sobald eurer Gehorsam vollkommen geworden ist.» Mit diesen Waffen zerbrechen wir alle Gedanken und alles Hohe, die verhindern, Gott zu erkennen und nehmen allen Ungehorsam gegen Christus gefangen. 

 Es ist Frühling. In dieser Zeit plant man meistens den Grossputz in der ganzen Wohnung. Dafür muss man aber ein Hindernis im Herzen, den inneren Schweinehund, überwinden. Viele Sachen, die wir dadurch seit langem nicht benutzt haben, werfen wir weg. Dadurch können wir in der Wohnung viel Platz schaffen. Wie diesen Grossputz sollen wir auch unsere Sünden regelmässig rein machen. Von Natur aus wollen wir möglichst ohne Gott und nach der fleischlichen Begierde leben. In die Herzen wollen wir Gottes Wort nicht legen. Aber wir können nur durch Gottes Wort gegen Hochmut und Ungehorsam kämpfen. Wir sollen sowieso Gott mehr erkennen und ihm gehorchen. Gottes Wort ist unsere Waffe. Jesus hat auch alle Versuchungen Satans in der Wüste mit dem Wort zerstört. (Mt 4,1-11) Im Hebräer 4,12 heisst es: «Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.» Obwohl ein Soldat eine gut gemachte Waffe besitzt, ist sie auch nutzlos, wenn sie nicht regelmässig gepflegt wird. Es ist nicht so nützlich, wenn man die Bibel ins Regal für die Dekoration stellt. Es gibt in diesem Sinne einen Grund, warum wir die Bibel regelmässig studieren und sie fleissig lesen sollen.  

 Gottes Wort ist lebendig, lebensverändernd und dynamisch, wenn es in uns wirkt. Wenn wir Gottes Wort hören, werden unsere Herzen und unsere eigenen Gedanken von Gottes Wort völlig zerbrochen. Nichts kann vor Gott verborgen werden. Wir können vor Gott keine Geheimnisse haben. Wir können andere Menschen täuschen. Aber Gott wird nicht von uns Menschen getäuscht. Gott sieht alles, was wir tun, und weiss alles, was wir denken. Aber wir sollen dabei vorsichtig sein. Ehrlich gesagt, die Erkenntnis Gottes ohne Busse kann, wie die Pharisäer zeigen, heuchlerisch sein. Aufgrund der Wahrheit des Evangeliums sollten unsere Seelen täglich gewartet, gepflegt und gereinigt werden. Gottes Wort nimmt den hochmütigen Gedanken und den ungehorsamen Gedanken gegen Christus gefangen und befreit uns von allen dunklen Mächten. Aufgrund des Wortes Gottes sollen wir lernen, unserem Herrn völlig zu gehorchen. 

Viertens, wir sollen die Vollmacht, die Gott uns verliehen hat, zur Erbauung der Gemeinde benutzen.

 Einige Irrlehrer in Korinth bezeichneten Paulus als schwach und machtlos, weil er nicht wie die anderen 12 Jünger mit Jesus gewesen war. Zudem war die Rede von Paulus auch kläglich. Sie bewegten die Gläubigen dazu, Paulus zu ignorieren. Aber Paulus verteidigte seine Vollmacht durch seinen Dienst Gottes. Lesen wir gemeinsam die Verse 7 und 8: «Seht, was vor Augen liegt! Verlässt sich jemand darauf, dass er Christus angehört, der bedenke wiederum auch dies bei sich, dass, wie er Christus angehört, so auch wir! Auch wenn ich mich noch mehr rühmte der Vollmacht, die uns der Herr gegeben hat, euch zu erbauen und nicht zu zerstören, sondern würde ich nicht zuschanden werden.» Paulus hat mit seiner Vollmacht die Schafe Gottes nicht gedrückt und damit aus eigener Macht die Gemeinde verwaltet. Er hat demütig mit einem Vaterherz den Schafen Gottes gedient. Er hat sogar selber Zelte gemacht und damit für seine Unterkunft gesorgt, weil er der Gemeinde nicht um seinetwillen zur Last fallen wollte. Er hat ihnen geholfen, dass sie in einer richtigen Beziehung zu Gott aufwachsen könnten. Daher sollen wir beten, dass wir die Vollmacht, die Gott jedem von uns schon verliehen hat, zur Erbauung der Gemeinde Gottes gut gebrauchen würden, weil die gesunde Gemeinde auf der Welt guten Einfluss ausüben kann. Das ist auch die mächtige Waffe, welche die Welt bewältigen kann. 

Fünftens, wir sollen uns des Herrn rühmen. (12-18) 

 Paulus kritisierte die Irrlehrer, die ihre Qualitäten zu beweisen versuchten, indem sie sich mit anderen verglichen, statt sich an Gottes Massstäben zu messen. Wenn wir uns mit anderen vergleichen, empfinden wir eventuell Stolz, weil wir uns für besser halten. Aber wenn wir  uns an Gottes Massstäben messen, wird uns klar, dass wir keinen Grund haben, stolz zu sein. Deshalb ist unsere letzte Waffe gegen die Welt die Befreiung von der Anerkennung der Menschen. Lesen wir gemeinsam die Verse 17 und 18: «Wer sich aber rühmt, der rühme sich des Herrn. Denn nicht der ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt.» Wenn man etwas gut gemacht hat, möchte man anderen davon erzählen und Anerkennung dafür bekommen. Manche bemühen sich in der Gemeinde darum, bei den anderen Menschen für ihre Leistungen, ihre Werke und ihre Dienste Anerkennung zu bekommen. Sie wollen bei den Menschen Lob bekommen. Daher sind sie bereit, sich immer zu rühmen. Sie sind zum Beispiel stolz auf ihren Computer. Sie sind stolz auf ihre Kinder, auf Schönheit, auf Reichtum, auf ihre eigene Leistung, und sogar auf ihre Markenschuhe.

 Wie viel Gutes hat unser Herr für uns getan?

 Er hat als Gottes Sohn den Leidensweg bei Gott statt den beliebten Weg bei den Menschen gewählt. Er ist für uns am Kreuz gestorben. Er hat uns durch die Auferstehung das ewige Leben und die lebendige Hoffnung gegeben. Er ist immer offen, alle Menschen zu erretten und alle Sünde zu vergeben. Wenn ein Mensch sich selbst lobt, hat das nicht viel zu bedeuten. Doch wenn der Herr jemanden empfiehlt, ist es etwas anderes. Anerkennung ist gefährlich. Sie kann zu hohem Stolz führen. Und der Stolz führt zum Fall. Unbewusst kann man sich rühmen, statt Gott die Ehre zu geben. Wir sollen uns selbst überprüfen, ob wir nun Gottes Werk dienen oder unserem eigenen Werk dienen. Es ist viel besser, nach dem Lob Gottes zu streben als nach dem Lob der Menschen. Bei Jesu Geburt hatten die religiösen Führer sich selbst gerühmt. Aber Gott hat ihnen die Nachricht von Geburt Jesu nicht mitgeteilt. Stattdessen hat er den armen Hirten, einer Witwe und einem Witwer, die gute Nachricht berichtet. (Lk 2) Gottes Massstäbe sind anders, als wir denken. Um die Welt zu überwinden, sollen wir auch diese Glaubenseinstellung haben. Wichtig sind Gottes Lob und Gottes Anerkennung. 

 Wir leben in einem geistlichen Krieg. Deshalb sollen wir unbedingt wie die bewaffneten Soldaten leben, um zu überleben. Aber unsere Waffen sind nicht die äussere, sondern innere Kraft. Wir sollen uns an eins erinnern: solange wir leben, sollen wir eine klare Lebenseinstellung haben, Gott allein zu dienen und von Gott Lob und Anerkennung zu bekommen. Wir sollen vor den Augen Gottes leben. Wir brauchen uns nicht selbst zu beweisen, sondern von Gott bewährt zu werden. Gott sieht in das Verborgene. Er sieht nicht unsere sozialen Medien an. Er sieht unser Glaubensleben und unsere innerlichen Verhältnisse mit ihm. Vom Dienst Gottes kommt alle benötigte Kraft, Macht und Fähigkeit. Es gibt keine mächtigere, kostbarere Waffe in der Welt, als Gott allein zu dienen. Lasst uns täglich darum bemühen, ein Christusähnliches Leben zu führen. Dann können wir in allen weltlichen Angriffen überleben und die Mission Gottes in der Welt erfüllen. Ich bete auch, dass wir auch eine Einsicht haben, die mächtige Waffe rechtzeitig zu gebrauchen. Ich bete, dass wir vor allem die mächtige Waffe durch das Bibelstudium gut erhalten und besitzen dürfen. Möge Gott uns segnen, sodass ihn zu dienen umso mehr unser Lebensstolz, unsere Lebensfreude und unsere Lebenswaffe werde. Wir leben in einer erstaunlichen, unbeschreiblichen, zivilisierten Welt und geniessen enormen materiellen Reichtum. Wir jagen allem nach, was öffentlich ist und sichtbar erscheint, und leben nur für unseren eigenen Ruhm und unser eigenes Ansehen. In einer solchen Zeit müssen wir lernen, im stillen Kämmerchen zu beten und im Verborgenen vor Gott geistliche Kämpfe zu führen, um dem Dienst des Herrn zu dienen. Wir denken darüber: «Wer bist du, wenn du allein bist?» Am Arbeitsplatz oder in der Gemeinde, wo viele Menschen uns beobachten, mögen wir den Anschein erwecken, als seien wir grosse, geistliche Menschen. Doch wenn wir in unserem Innersten keine tiefe Liebesbeziehung zum Herrn haben und kein heiliges Leben als Braut des Herrn führen, müssen wir vor dem Herrn ein Leben der aufrichtigen Busse führen. Die Menschen sehen das Äussere, aber der Herr sieht unser Innerstes. Unser Herr möchte, dass jeder von uns Menschen wird, die vor Gott Anerkennung und Lob finden. Dafür müssen wir den Kampf aufnehmen, um die Sanftmut und Nachsicht Jesu zu erlernen. Wir müssen den Kampf des Glaubens führen, indem wir uns selbst gründlich verleugnen und dem Wort des Herrn gehorsam sind. Auch wenn es ein Weg ist, den niemand anerkennt, auch wenn es keine Schafe im Stall und keine Kälber gibt, müssen wir Kinder werden, die sich am Herrn erfreuen. Es ist nicht leicht, das Evangelium auf dem Campus zu verkünden, aber ich bete inständig darum, dass wir alle diese uns anvertraute Mission bis zum Ende erfüllen. Ich bete inständig darum, dass wir alle gesegnete Kinder des Herrn werden, die seine Anerkennung und sein Lob empfangen. 

«Denn nicht der ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt.» 

Halleluja, Amen.