Gott liebt einen fröhlichen Geber

2.Korinther 9,1-15

Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.

2. Korinther 9,7

In der Bibel begegnen wir zuerst Gott. Gott schuf Himmel und Erde (1.Mo 1,1). Wenn wir die Bibel durchlesen, finden wir die wichtige Tatsache, dass Gott der ganzen Welt das Leben hingegeben hat. Er hat in der Finsternis sein Leben gegeben. Er hat für alle Lebewesen sein Leben gegeben. Schauen wir um uns herum, finden wir keine Kreaturen, die nicht leben. Alles ist lebendig und grossartig. Überall finden wir Lebenden. Wir finden auch Leben in einem Stein. Fühlst du dich auch so? Unser Gott hat alles im ganzen Universum gegeben. Unser Gott ist ursprünglich ein gebender Gott, nicht wahr?

 Jesus ist in die Welt gekommen, um sein Leben den Menschen zu geben. Er hat sich erniedrigt, weil er die Menschen lieb hat. Unser Herr, Jesus, hat alles für die Menschen gegeben. Unser Heiland hat uns sein Reichtum gegeben. In 2. Korinther 8, 9 heisst es: «Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet.» Durch Jesus sind wir alle reich geworden. Reich zu werden bedeutet nicht, dass wir viel sichtbaren Reichtum in der Welt besitzen, sondern dass wir in Jesus Christus unsere wahre Identität als Ebenbild Gottes wiederhergestellt haben. In Jesus haben wir täglich zahlreiche Segen im Himmel bekommen: Erlösung, Erneuerung, Vergebung, Barmherzigkeit, grosse Hoffnung, wunderbare Kraft, Sicherheit, Geborgenheit, zahlreiche geistliche Erfahrungen im Glaubensleben, usw. 

 Unser Gemeindemotto ist: Eine dienende, gebende, segnende Gemeinde. Wir sind sehr dankbar, dass unsere Gemeinde ein solches Motto in die Tat umgesetzt hat. Darum wollen wir heute durch die Gemeinde in Korinth über die Opfergabe nachdenken.

Erstens, unsere Opfergabe soll als eine Gabe des Segens vorher bereitgestellt werden.

 Lesen wir gemeinsam die Verse 1 und 2: «Von dem Dienst, der für die Heiligen geschieht, brauche ich euch nicht zu schreiben. Denn ich weiss von eurem guten Willen, den ich an euch rühme bei denen aus Makedonien und sage. Achaia ist schon voriges Jahr breit gewesen!  Und euer Beispiel hat die meisten angespornt.» Paulus brauchte eigentlich nicht über die Sammlung für die Gemeinde in Jerusalem zu schreiben. Ihre Bereitschaft zu helfen, war ihm bekannt. Er hatte die Gemeinde in Korinth in den mazedonischen Gemeinden schon gelobt und berichtet, dass sie in der Provinz Achaja bereits im vorigen Jahr mit der Sammlung begonnen hatten. Ihr Beispiel hatte viele angespornt. Paulus hob hervor, dass die Gemeinden in Mazedonien der Gemeinde in Jerusalem halfen. Ausserdem berichtete er den Gemeinden in Mazedonien stolz, dass die Gemeinde in Korinth bereits seit einem Jahr umfangreiche Spenden für die Gemeinde in Jerusalem gesammelt hat. Es war eigentlich unnötig, den Korinthern zum Thema Sammlung für bedürftige Heilige zu schreiben. Die Gemeinde in Korinth war gewillt, sich an der Sammlung für Jerusalem zu beteiligen. Soweit es um die Bereitschaft ging, waren sie wirklich vorbildlich. Doch sie hatten einfach ihre ursprünglichen Absichten nicht verwirklicht. Paulus hatte sich sogar vor den Christen in Mazedonien ihres Verhaltens gerühmt. Er hatte ihnen erzählt, dass Achaja seit dem vorigen Jahr breit war. Hier wird das Wort Achaja benutzt, um Korinth zu bezeichnen, da Korinth in Achaja liegt. Als die Mazedonier hörten, dass die Korinther schon vor einem Jahr breit gewesen waren, wurden viele Mazedonier angespornt. Sie hatten sich entschlossen, von ganzem Herzen für diese Aufgabe zu spenden. 

Wie half Paulus der Gemeinde in Korinth weiter? 

 Lesen wir gemeinsam die Verse 3 und 4: «Ich habe aber die Brüder gesandt, damit nicht unser Rühmen über euch zunichtewerde in diesem Stück und damit ihr vorbereitet sei, wie ich gesagt habe, dass nicht, wenn die aus Makedonien mit mir kommen und euch nicht vorbereitet finden, wir-um nicht zu sagen ihr-zuschanden würden mit dieser unserer Zuversicht.» Paulus erinnerte die Korinther daran, das Versprechen einzulösen, das sie bereits gegeben hatten. Sie hatten zugesagt, dass sie eine finanzielle Unterstützung für die Gemeinde in Jerusalem sammeln würden. Paulus schickte drei Brüder. Diese drei Brüder waren Titus und andere weitere Brüder im vorherigen Kapitel. Sie sollten gesandt werden, damit das Rühmen des Paulus über die Korinther in Bezug auf die Sammlung nicht vergeblich sein würde. Die Aufgabe der drei Brüder war sicherzustellen, dass die Sammlung vollendet sei, wenn Pauls ankäme. 

 Hier können wir sehen, wie sehr Paulus die Gemeinde liebte und wie sehr er die Gläubigen, die den Leib des Herrn bildeten, innerhalb dieser Gemeinde liebte. Paulus rühmte sich an seinem Missionsort in Mazedonien damit, wie vorbildlich die Gemeinde in Korinth bereit war, die arme Gemeinde in Jerusalem mit wertvollen finanziellen Mitteln zu unterstützen. Auch die Gläubigen in den anderen Missionsgemeinden empfanden die Hingabe der Gemeinde in Korinth als grossen Segen und Ansporn. Deshalb wollten auch sie die Gemeinde in Jerusalem mit noch mehr materiellen Gaben unterstützen. Doch dann stellten sie fest, dass gerade die Gemeinde in Korinth, die materielle Unterstützung versprochen hatte, dieses Versprechen nicht richtig einhielt. Als Paulus diese Nachricht hörte, muss es ihm sehr schwer gefallen sein. Die Gemeinde in Korinth war zweifellos eine wohlhabende, an einem Ort, wo Handel und Gewerbe florierten. Sie verfügte über beträchtliche finanzielle Mittel. Zahlreiche Gelehrte, Rhetorik, Philosophen und wohlhabende Kaufleute gehörten zur Gemeinde in Korinth. Doch die Gemeinde in Korinth befand sich intern in einer schwierigen Lage, geprägt von vielen Fraktionen, Spaltungen, Gegensätzen und Konflikten. Paulus ging in seinem ersten Brief an die Korinther auf diese Situation ein und bot seine Hilfe an. Angesichts dieser Umstände hätte Paulus, da die Voraussetzungen in der Gemeinde Korinth nicht gegeben waren, keine weiteren Erwartungen an sie stellen können. Man könnte sogar meinen, dass dies Gottes Wille sei. Doch Paulus gab nicht auf. Bis zum Schluss ermutigte er sie, ihre Versprechen einzuhalten, überzeugte die Gemeinde in Korinth und half ihnen beharrlich, damit sie durch diese Angelegenheit nicht ihr Ansehen verlieren würden. 

 Lesen wir gemeinsam Vers 5: «So habe ich es nun für nötig angesehen, die Brüder zu ermahnen, dass sie voranzögen zu euch, um eure angekündigte Segensgabe vorher bereitzustellen, sodass sie bereitliegt als eine Gabe des Segens und nicht des Geizes.» Paulus achtete darauf, dass die Korinther ihr Versprechen hielten, damit weder er noch sie sich zu schämen brauchen. Dadurch wollte er ihre Leibe zu dem Herrn für die Gemeinde in Jerusalem erweisen. Damit wollte Paulus, dass die Gemeinde in Korinth dem Herrn immer ähnlicher werde und seinen Willen erfülle. Der Apostel Paulus wollte jedoch nicht, dass dies unter Zwang geschah. Er legte Wert darauf, dass sie die Opfergabe aus freiem Herzen bereiteten. Paulus sagte ihnen, dass die Opfergabe keine Pflicht sei, die man unter Zwang erfüllen müsse, sondern eine Opfergabe des Segens sein solle. Er sagte, dass diese Opfergabe des Segens im Voraus vorbereitet werden müsse. Es ist ein Segen, den armen Nächsten und die arme Gemeinde zu dienen. Die Bibel sagt ganz klar, dass Geben seliger ist als Nehmen. 

 Wie ich bereits anfangs erwähnt habe, ist unser Gott ein Gott des Gebens. Gott hat seinen einzigen Sohn Jesus nicht für uns Menschen verschont. Das ist Gottes Liebe, um die Menschen von allen Sünden und dem Fluch des Todes zu erretten. Wenn man diese Liebe Gottes erlebt, erkennt man, wie selig ein Leben des Gebens ist. Manchmal rechnen wir ab. Es gibt Zeiten, in denen das Leben schwer ist. Dann zögern wir vielleicht, Gott etwas zu geben. Natürlich ist Gott nicht jemand, der uns hasst oder sich von uns abwendet, wenn wir keine Spenden geben. Dennoch möchte unser Herr, dass wir in unserer Beziehung zu ihm ganz und vollständig werden. Sehen wir Lukasevangelium Kapitel 21 die Verse 1 bis 4. Wie hat Jesus über die Gabe gesprochen? «Er blickte aber auf und sah, wie die Reichen ihre Gaben in den Gotteskasten einlegen. Er sah aber eine arme Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein. Und er sprach: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr als sie alle eingelegt. Denn diese alle haben etwas von ihrem Überfluss zu den Gaben eingelegt; sie aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie zum Leben hatte.» Wenn wir die Gnade durch Jesus Christus bekommen werden, werden wir die Gabe als Segensgabe betrachten. Es ist ein freiwilliges Geschenk und soll nicht unter äusserem Druck gegeben werden. Möge Gott uns helfen, dass die Opfergabe nicht herausgepresst werden, sondern freiwillig als Grosszügigkeit, als Gabe des Segens gegeben werden sollten. 

Zweitens, unsere Opfergabe ist die unaussprechliche Gabe Gottes.

 Lesen wir gemeinsam die Verse 6 und 7: «Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten, und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.» Denkt daran: Ein Bauer, der nur wenig Samen aussät, wird auch nur eine kleine Ernte einbringen. Wer aber viel sät, wird auch viel ernten. Jeder muss selbst entscheiden, wie viel er geben möchte. Man soll jedoch nicht widerwillig oder unter Zwang geben, denn Gott liebt den Menschen, der gerne gibt. Manchmal zögern Menschen, grosszügig für Gott zu geben, weil sie sich Sorgen machen, ob noch genug für ihre eigenen Bedürfnisse übrig bleibt. Paulus versicherte den Korinthern, dass Gott fähig sei, für ihren Bedarf zu sorgen. Wer nur wenig gibt, wird auch nur wenig empfangen. Wo soll jeder für sich selbst entscheiden, wie viel er geben will, und zwar freiwillig und nicht aus Pflichtgefühl. Denn Gott liebt den, der fröhlich gibt. 

 Es ist von grosser Bedeutung, wie wir mit unseren materiellen Gütern umgehen. Vor Gott gehört alles, was wir haben, dem Herrn. Wir haben alles umsonst erhalten. Tatsächlich sind wir mit leeren Händen auf diese Erde gekommen und werden wir mit leeren Händen wieder verlassen. Gibt es unter uns jemanden, der mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde? Gibt es unter uns jemanden, der mit einem silbernen Löffel im Mund geboren wurde? Gibt es unter uns jemanden, der mit einem Löffel aus Lehm im Mund geboren wurde? Manche sagen, einige seien schon mit einem Diamanten im Mund zur Welt gekommen. Vor Gott gehört uns nichts von dem, was uns gegeben wurde. Alles, was wir besitzen, gehört dem Herrn und stammt von ihm. Nun ist es wichtig, wie wir mit den materiellen Gütern, die wir in dieser Welt besitzen, umgehen. Dies ist auch eine Ordnung, die eine richtige Beziehung zu Gott herstellt. Die Menschen dienen dem Geld. Für Geld tun sie alles. Sie haben unzählige Schweizer Franken auf dem Konto, besitzen verschiedene Aktien, Kryptowährungen und viel Gold, investieren hier und da und vermehren so ihr Vermögen. Deshalb besitzen manche Menschen auch mehrere Häuser. Grosser Reichtum kann den Menschen zweifellos ein Gefühl der Sicherheit geben. Doch sie sind den ganzen Tag mit weltlichen Angelegenheiten beschäftigt und finden keinen Schlaf. Ihre Gedanken kreisen Tag für Tag darum, wie sich die internationale Lage entwickelt. Wegen ihres übermässigen Reichtums finden sie keine Ruhe und keinen Frieden.

 Manche Gläubige machen sich ständig Gedanken: Soll ich den Zehnten geben oder nicht? Wenn ja, wie viel? Bis zu welchem Betrag? Brutto oder netto? Auch über die Höhe der Dankesgabe machen wir uns Gedanken. Machen wir uns keine Sorgen. Paulus hat uns nie zum Zehnten gezwungen. Tut, was euch euer Herz sagt. Das ist ganz und gar eine Angelegenheit zwischen Gott und uns. Kein Gesetz von irgendjemandem hat hier etwas zu suchen. Wenn es in unserem Herzen feststeht, ist nicht nur der Zehnte möglich, sondern auch der zweite Zehnte oder der dritte Zehnte. Wenn unser Herz es so will, können wir auch unser gesamtes Vermögen nicht den Kindern, sondern Gott geben. Das muss allein aus der Beziehung zwischen uns und Gott kommen, und wir sollen tun, was unser Herz uns sagt. Es darf jedoch nicht unter Zwang oder Druck geschehen. Wenn es in unserem Herzen keine Freude gibt, halten wir es nicht für ein richtiges Opfer. 

 Dennoch unterscheidet sich das, was wir Gott geben, in gewisser Weise von einer Spende an eine weltliche Organisation. Eine Spende an eine der unzähligen NGOs oder eine bestimmte Gruppe hat eine andere Bedeutung als eine Gabe an Gott. Für uns muss es bei der Finanzverwaltung oberste Priorität haben, Gott den Vorrang zu geben. Und ausserdem müssen wir uns um unsere Nächsten kümmern. Wir dürfen nicht vergessen, ihnen unsere Unterstützung zukommen zu lassen. Wichtig ist, dass das, was wir Gott geben, aus dem Wunsch unseres Herzens und aus der tiefen Liebe zu Gott in unserem Herzen hervorgeht. 

 Schauen wir uns das 12. Kapitel des Johannesevangeliums an. Wer kommt dort vor? Maria kommt vor. Sie erlebte die Macht von Jesus persönlich. Ihre Herzen waren voller Gnade und Dankbarkeit. Jesus machte ihren toten Bruder, Lazarus, lebendig. Vor dem Passafest besuchte sie Jesus. Da nahm Maria ein Pfund Salböl von unverfälschter, kostbarer Narde und salbte die Füsse Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Füsse; das Haus aber wurde erfüllt vom Duft des Öls. (John 12,3) Jesus lobte sie. Das soll unsere Herzenshaltung sein. Gott zwingt uns nicht zu geben. Wir dürfen nicht unsere Opfergabe zu Gott mit Zwang oder Pflichtgefühl darbringen. Wir sollten alles mit Dankbarkeit, Freude und Gnade in Gott machen. 

 Wenn wir ein gebendes Leben führen, erfahren wir Wunderbares. Lesen wir gemeinsam die Verse 8 bis 10: «Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk; wie geschrieben steht: Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit. Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.» Die Geschichte von Elia und der Witwe von Sarepta ist eine Geschichte von Wundern und Gehorsam, die im 1. Könige 17 erzählt wird. Inmitten einer schweren Hungersnot sandte Gott Elia zu einer armen Witwe in Sarepta im Land Sidon. Sie war extrem arm in Hungersnot. Elia bat sie um Brot. Sie sagte zu ihr: «So wahr der Herr, dein Gott, lebt: ich habe nichts Gebackenes, nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Und siehe, ich habe ein Scheint Holz oder zwei aufgelesen und gehe heim und will’s mir und meinem Sohn zubereiten, dass wir essen-und sterben.» (1.Könige 17,12) Aber was tat sie für Elia? Die Witwe, die ihm aus ihrem letzten Mehl und Öl Brot zubereitete und ihm zu essen gab, wurde auf wundersame Weise mit dem Segen beschenkt, dass ihr Vorrat an Lebensmitteln nicht versiegte. Später vollbrachte Elia das Wunder, den toten Sohn der Witwe wieder zum Leben zu erwecken.

 Vor vier Jahren besuchte ein Student unser Zentrum. Er war wegen einer Prüfung an der Universität Bern kurz hier und wollte eigentlich bald wieder in die Ukraine zurückkehren. Doch aufgrund des Krieges in der Ukraine konnte er dies nicht tun. Ausserdem fehlte ihm das Geld für die Studiengebühren. Unser Zentrum unterstützte ihn nicht weniges Geld aus der Gemeindekonto für seine Studiengebühren, was unserer sechsmaligen Monatsmiete entsprach. Wir hatten das Geld zwar nicht, aber wir gaben es für Gott. Gott hat uns nicht zugrunde gehen lassen. Er hat uns mit noch mehr gesegnet und uns alle in jeder Hinsicht reich beschenkt. Gott hat uns gezeigt, dass es kein Verlust ist, zu säen. Wir säen weiterhin. Gott schenkt uns stets eine reiche Ernte und reichlich Brot. Ich glaube, dass dies die wunderbare Freude ist, und die Frucht der Gerechtigkeit, die wir im Herrn erfahren können. Und wir bekennen, dass wir in Christus noch mehr Fülle erfahren.

 Lesen wir gemeinsam die Verse 13 bis 15: «Um dieses treuen Dienstes willen preisen sie Gott für euren Gehorsam im Bekenntnis zum Evangelium Christi und für die Lauterkeit eurer Gemeinschaft mit ihnen und allen. Und in ihrem Gebet für euch sehnen sie sich nach euch wegen der überschwänglichen Gnade Gottes bei euch. Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!» Jesus hat alles für uns gegeben. Paulus betont hier die geistliche Belohnung für diejenigen, die grosszügig für Gott geben. Wir dürfen nicht erwarten, durch unsere Opfergabe-Bereitschaft wohlhabend zu werden. Diejenigen, die unsere Gabe empfangen, werden dadurch Hilfe bekommen, Gott preisen und für uns beten. Indem sie andere segnen, werden wir gesegnet werden. Unsere Dienstleistungen sind unser Gehorsam und unser Glaubensbekenntnis gegenüber Jesus. 

 Wir leben in der Schweiz, wo die Lebenshaltungskosten hoch sind. Die monatlichen Lebenshaltungskosten, die Miete und alle Preise sind teuer. Deshalb ist uns ein sparsamer Lebensstil in Fleisch und Blut übergegangen. Man könnte meinen, wir hätten keinen finanziellen Spielraum. Doch wir haben auch Vorteile. Ein Schweizer Franken ist für arme Länder eine grosse Summe. Deshalb helfen wir auch bedürftigen Kirchengemeinden. Zum Jahresende spenden wir einen Grossteil unserer Opfergaben für die Weltmission. Wir sind zwar nicht zahlreich, führen diese Gemeinde aber dennoch. Die Finanzen der Gemeinde werden dafür verwendet, die jungen Schweizer Studenten zum Herrn zu führen und die Weltmission zu unterstützen. All dies tun wir mit Freude und Dankbarkeit. Doch Gott hat die Finanzen der Gemeinde noch nie im Stich gelassen. Wir haben gelernt, mit unserem Leben zufrieden zu sein. Mehr zu besitzen bedeutet nicht, mehr Glück zu erfahren. 

 Wir haben vom Herrn unzählige Gnaden und Segnungen empfangen. Wir möchten unsere Dankbarkeit einfach in jeder Hinsicht zum Ausdruck bringen. Deshalb spenden wir der Gemeinde, dienen unseren Gästen und unseren Nachbarn. Unsere materielle Unterstützung mag unsichtbar sein, doch wir tun dies mit Dankbarkeit und Freude, so wie es in unseren Herzen beschlossen ist. Dies ist allein die unermessliche Gnade des Herrn. Der Herr hat uns erstaunliche Freude und Gaben geschenkt. Was ist unser Glaubensbekenntnis? Dass Jesus unser Erlöser, unser König und der Messias ist. Er hat uns alle Sünden vergeben und uns von der Sünde befreit. Aus dieser Liebe heraus dienen wir heute der Gemeinde und unseren Nächsten. Wir beten, dass Gott uns segnet, damit wir stets von der Gnade der Erlösung ergriffen sind und ein Leben voller Dankbarkeit und Freude führen können. Ich bete, dass wir alle von der Gnade der Erlösung tief bewegt sind und dem Herrn freiwillig unsere kostbaren Opfergaben vorbereiten und darbringen können. So bete ich, dass wir alle in jedem Bereich unseres Lebens die wunderbare Fülle des Herrn erfahren dürfen. Da wir alle vom Herrn umsonst empfangen haben, bete ich darum, dass wir in jeder Hinsicht ein Leben führen können, in dem wir anderen etwas umsonst geben.

«Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.»

Halleluja, Amen.