Schweig! Verstumme!

Markus 4,35-41

Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es wird eine grosse Stille.

Markus 4,39

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) 2026 in Davos, das vom 19. bis 23. Januar stattfand, stand unter dem Leitthema «A Spirit of Dialogue» (Ein Geist des Dialogs). Nach einer Phase tiefer geopolitischer Spannungen zielte das Treffen darauf ab, die Zusammenarbeit in einer zunehmend fragmentierten Welt neu zu beleben. Trump war ebenfalls anwesend, ebenso wie Selenskyj. Auch Jensen Huang und Elon Musk nahmen teil und sprachen über künstliche Intelligenz. Es wurde über die Beziehungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten gesprochen, doch es gab teilweise Meinungsverschiedenheiten, und nicht alles verlief reibungslos. Die Trauer und der Schmerz von Crans-Montana halten für die Schweiz und die Opfer weiterhin an. Das Jahr 2026, dessen Verlauf noch völlig ungewiss ist, hat begonnen, und wir wissen, dass uns Unsicherheit über die Zukunft und eine unbekannte Angst bevorstehen. Wenn ich das Gefühl habe, dass eine kleine Elite die Zukunft der Menschheit in ihren Händen hält, bekomme ich Kopfschmerzen. Solche Zeiten gibt es nicht nur jetzt. Wir werden sie auf diesem Planeten, auf dem wir leben und atmen, auch in Zukunft immer wieder erleben. Gab es jemals einen Moment in unserem Leben, in dem wir keine Angst und keine Unsicherheit verspürt haben? Unzählige Menschen starren heute auf ihre Handys und können vor lauter Stress wegen Aktien, Wechselkursen, Anleihen und Investitionen nicht schlafen. Wir wissen nicht, wie viele Führungskräfte sich wirklich um den Schutz, die Stabilität und das Wohlergehen ihres Landes bemühen. In vielen Ländern werden Menschen, die an Jesus glauben, immer noch verfolgt und getötet. Die nordkoreanischen Behörden stehen an erster Stelle, was das Ausmass dieser Verfolgung angeht. Wir leben wahrhaftig in einer schwierigen und schweren Zeit. In einer solchen Zeit haben wir in Jesus Erlösung und Leben gefunden und das ewige Reich Gottes geerbt. Was für ein kostbarer Segen und welche Gnade ist das doch! Wir sind traurig und doch fröhlich, wir sind wie Tote und doch lebendig. Wir scheinen nichts zu haben und doch haben wir alles. Wir scheinen voller Angst zu sein und doch sind wir erstaunliche Menschen, die Frieden besitzen. Wie können wir so leben?

 Weil Jesus bei uns ist. Wenn wir mit ihm zusammen sind, können wir überall auf der Welt zu Hause sein. Warum ist das so?

Erstens: Jesus ist der ewige Kompass unseres Lebens.

Zweitens: Jesus ist der ewige Begleiter unseres Lebens.

Drittens: Jesus ist der ewige Herr aller Dinge.

 Heute wollen wir über diese drei Aspekte nachdenken. 

Erstens: Jesus ist der ewige Kompass unseres Lebens. 

 Lesen wir gemeinsam Vers 1: «Und am Abend desselben Tages sprach er zu ihnen: Lasst uns ans andere Ufer fahren.» Gerade hatte Jesus darüber gepredigt, was das Reich Gottes ist. Das Reich Gottes ist offen für alle Menschen, und es bleibt nicht verborgen, sondern wird im Licht sichtbar. Das Reich Gottes bleibt nicht an einem Punkt stehen, sondern wächst immer weiter. Das Reich Gottes hat immer einen guten Einfluss auf die Welt. Das Reich Gottes ist nicht eingeschränkt, sondern wirkt über Grenzen hinaus. Jesus blieb nicht an einem Ort, weil er selbst das Reich Gottes ist. Er leitete seine Jünger an, das Evangelium zu verkünden. Jesus rief seine Jünger zu sich und blieb bei ihnen. Er verliess sie unter keinen Umständen, sondern war immer bei ihnen. Die Jünger waren orientierungslos und irrten umher. Sie waren Menschen ohne Sinn und Hoffnung im Leben. Die meisten von ihnen waren Fischer am See Genezareth, die namenlos verschwunden wären. Jesus berief sogar Verräter seines Volkes wie Matthäus zu seinen Jüngern. Unter ihnen gab es ruhige und nachdenkliche Menschen. Es gab auch junge Menschen, die sich vor allem für die Befreiung ihres Vaterlandes einsetzten. Doch Jesus berief sie zu Fischern von Menschen. Jesus wurde ihr Kompass. Für sie, die keine Richtung und keinen Sinn im Leben hatten, wurde er zum Kompass ihres Lebens. Jesus wurde für sie der Weg, die Wahrheit und das Leben. Durch die Worte Jesu fanden die Jünger den Weg ihres Lebens. Sie fanden die Wahrheit des Lebens. Sie fanden das Leben selbst. Sie mussten nicht länger ein Leben in Verlorenheit führen.

 Ich mag die Altstadt von Bern. In Bern befindet sich das Bundeshaus. Auf der linken und rechten Seite stehen Regierungsgebäude. Das Gebäude auf der rechten Seite heisst Bundeshaus Ost, das Gebäude auf der linken Seite heisst Bundeshaus West. Manchmal bin ich mir nicht sicher, welches Gebäude das Ost- und welches das Westgebäude ist. Dann schaue ich auf die wunderschönen Alpen im Süden. Mit dem Rücken zu den Bergen kann ich das Ost- und das Westgebäude klar unterscheiden. Das ist möglich, weil die Alpen südlich von Bern liegen. Es gibt keinerlei Zweifel. Das ist eine unveränderliche Tatsache.

 Jesus ist für uns zu einem solchen Kompass für unser Leben geworden. Wenn wir die Prioritäten im Leben nicht kennen, erinnern wir uns an Matthäus 6,33: «Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.» Wie kostbar und segensreich sind diese Worte! Wenn wir diesen Worten gehorchen, werden wir nie enttäuscht. Der Herr sorgt für unsere Nahrung, unsere Kleidung, unsere Unterkunft und sogar für unser zukünftiges Leben. In unserer Gemeinde geben alle den Zehnten ihres Einkommens dem Herrn. Wir geben auch den Armen, was ihnen zusteht. Gott gibt uns den Rest. Es mangelt uns an nichts. Der Herr hat uns auch in der Verwaltung unserer Finanzen geleitet. Er hat Prioritäten für unser Leben gesetzt, und wir haben uns dieser Führung unterworfen. Wir hatten Sorgen um den Betrieb dieser Gemeinde, doch Gott hat uns mit allem reichlich versorgt. Jesus lässt uns heute hier das Evangelium verkünden und morgen dort. Letztes Jahr liess er uns das Evangelium diesen Menschen verkünden. Dieses Jahr werden wir das Evangelium den Menschen verkünden, die der Herr vorbereitet hat. Wie dankbar können wir dafür sein? Jedes Jahr, jedes Semester ist es eine grosse Gnade, Dankbarkeit und Freude, neuen Menschen auf dem Campus das Evangelium zu verkünden. All das ist nur möglich, weil Jesus der einzige Kompass in unserem Leben ist. Wir müssen nur dorthin gehen, wohin er uns weist. Jesus hat uns, die wir umherirrten, gefunden und gerettet. Und er hat uns diese kostbare Aufgabe anvertraut. Jetzt beten wir darum, dass wir jeden Tag dem Kompass des Wortes folgen und das Evangelium mutig verkünden können. Wir sind sehr dankbar, dass Jesus unser ewiger Lebenskompass ist.

Zweitens: Jesus ist der ewige Begleiter unseres Lebens. 

 Lesen wir gemeinsam die Verse 36 bis 38: «Und sie liessen das Volk gehen und nahmen ihn mit, wie er im Boot war, und es waren noch andere Boote bei ihm. Und es erhob sich ein grosser Windwirbel, und die Wellen schlugen in das Boot, sodass das Boot schon voll wurde. Und er war hinten im Bott und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?» Jesus arbeitete fleissig. Die Jünger wollten sich etwas ausruhen. Gerade zu diesem Zeitpunkt sagte Jesus, dass sie auf die andere Seite des Sees fahren sollten, was ihnen sehr gefiel. Der Wind auf dem See Genezareth war ruhig und still. Die Jünger schickten die Menschenmengen fort, und sie genossen mit Jesus einen angenehmen Ausflug auf dem See Genezareth. Als erfahrene Fischer war es für sie eine grosse Freude zu rudern. Wenn sie ein Lied sangen, dann war es wohl ein wunderschönes Jodellied aus Genezareth. Jesus schlief ein, während er dem Nasenlied der Jünger lauschte. Es war eine entspannte Zeit mit Jesus. Die Möwen sangen wunderschön, und das passte gut zum Nasenlied der Jünger. Alles war normal. Mit Jesus war alles friedlich und glücklich. Während sie sich das rosige Leben vorstellten, das ihnen bevorstand, hörten sie nicht auf zu summen. Doch dann zogen aus der Ferne Wolken auf, und plötzlich begann es leicht zu wehen. Die Jünger wurden nervös. Sie wussten, dass dies kein gutes Zeichen war. Dann begann der Wind heftig zu wehen, und die Wellen schlugen kräftig gegen das Boot. Das geschah alles sehr schnell. Mit aller Kraft und allem Wissen bemühten sie sich, diesen heftigen Sturm zu überwinden. Doch ihre Bemühungen scheiterten.

 Währenddessen schlief Jesus hinten im Boot, mit dem Kopf auf einem Kissen. Sie weckten Jesus: «Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?» Die Jünger gerieten in Panik, weil der Sturm sie zu vernichten drohte. Jesus schien sich dessen nicht bewusst zu sein oder sich nicht darum zu kümmern. Doch Jesus war im gleichen Boot. Seine Reaktion auf den Sturm war jedoch eine ganz andere. Die Jünger Jesu waren verwirrt und hilflos. Sie waren mit Jesus im gleichen Boot, aber sie hatten vergessen, dass Jesus bei ihnen war. Jesus schlief dort und genoss die hohen Wellen. Er genoss die hohen Wellen beinahe wie beim Surfen. Auf den Schweizer Seen gibt es viele Surfer. Selbst bei starkem Wind haben sie sichtlich Spass daran, sich von den Wellen tragen zu lassen. Das ist ein beeindruckender Anblick. Die Jünger waren ebenfalls erfahrene Fischer. Trotzdem konnten sie diesen Sturm nicht geniessen. Sie vergassen sogar, dass Jesus mit ihnen war. Vor einiger Zeit hatten sie die Vollmacht Jesu erlebt: Kranke wurden geheilt, böse Geister vertrieben. Sie wussten, dass Jesus ein wunderbarer Mensch war. Doch ihr Glaube war noch nicht persönlich, sondern oberflächlich und unpraktisch. 

 Sie fühlten sich in Lebensgefahr. Jetzt hatten sie weder ihre Erfahrung noch die Kraft zum Rudern. Eine riesige Welle kam auf sie zu, als wolle sie sie verschlingen. Sie waren verzweifelt. Die Angst vor dem Tod überkam sie. Sie wussten, dass Jesus bei ihnen war, aber sie konnten ihm nicht vertrauen. Diese Situation war für sie unverständlich. Durch zahlreiche Wunder wussten sie, dass Jesus ein erstaunlicher Mensch war, aber sie kannten ihn noch immer nicht wirklich. Ihr Glaube war noch immer oberflächlich, und es fehlte ihnen an einem tiefen, persönlichen Glauben an den Herrn. Alles, was sie sahen, war eine riesige Welle, so gross wie ein Haus. Wegen dieser Welle glaubten sie zu sterben. Es schien, als würde das Boot jeden Moment sinken und sie würden umkommen. Nichts anderes war zu sehen. Deshalb weckten sie Jesus, der schlief. «Herr, wir werden sterben.» Sie beschwerten sich und äusserten ihre Unzufriedenheit: «Herr, wir werden sterben. Wo bist du, und was tust du?» Sie wussten nicht, dass Jesus in diesem Moment der Not, in diesem Moment der Krise, in diesem Moment des Todes bei ihnen war. Sie erkannten nicht, dass Jesus sich in derselben Situation befand. Sie wussten nicht, dass Jesus immer noch bei ihnen war. Sie wussten nicht, dass Jesus der Anfang und das Ende dieser Reise war. Es war ein Weg, den sie gemeinsam mit Jesus begonnen hatten. Jesus war auf diesem Weg bei ihnen. Doch Jesus schlief mitten im Sturm. Er war überhaupt nicht beunruhigt. Jesus war ruhig und friedlich. Für Jesus war dieser Sturm kein Problem. Diese schwierigen Umstände versetzten die Jünger in Todesangst, aber für Jesus war das kein Problem. Jesus begleitete seine Jünger auch in diesem Sturm unverändert weiter.

 Auch wir segeln mit Jesus durch dieses Leben. In guten Zeiten ist es schön, mit Jesus zusammen zu sein. Wenn wir in der Schule gute Noten bekommen, keine Probleme mit Freunden haben und im Beruf gute Leistungen erbringen, sagen wir: «Amen, Halleluja», und preisen den Herrn. Wir sagen: «Ja, unser Herr ist ein guter Gott, er ist immer bei uns. Er ist so gut.» Doch wenn plötzlich unerträgliches Leid über uns kommt, verschwindet unser Glaube im Nu. Wenn sich unsere Gesundheit verschlechtert, wenn es Probleme in unseren Beziehungen gibt, wenn unsere Kinder nicht den Weg des Glaubens gehen, wenn wir in unserer Arbeit nicht vorankommen, wenn wir denken, dass es unmöglich ist, auf dem Campus Jünger zu machen, wenn die Jahre vergehen, wir älter werden und denken, dass wir nichts erreicht haben, dann werden wir traurig und ängstlich. Wir verfallen in Unglauben und Zweifel. Das geschieht besonders dann, wenn wir das Gefühl haben, mit unserer eigenen Kraft nichts ausrichten zu können. Wir fragen uns: Wo ist der Herr? Warum wendet er sich in dieser Zeit des Leidens von uns ab? Und so verbringen wir eine Zeit, in der wir fast am Unglauben sterben.

 Aber sehen wir: Der Herr begleitet uns auf dieser Reise des Glaubens. Der Herr hat gesagt, dass er für immer bei seinen Jüngern sein wird. Er hat versprochen, seine Jünger nicht wie Waisen zurückzulassen. Dieses Versprechen ändert sich nicht aufgrund unserer Gefühle oder Umstände. Auch wenn wir nicht gesund sind, auch wenn wir materielle Schwierigkeiten haben, auch wenn wir im Campusdienst keinen Erfolg sehen, auch wenn das Berufsleben schwer ist – der Herr ist immer noch da und begleitet uns. Kennen Sie das berühmte Buch «Fussspuren im Sand»? Im Himmel wird uns der Herr die Fussspuren unseres Lebens zeigen. Er wird uns zeigen, dass er uns immer begleitet hat. Doch es werden Zeiten sein, in denen nur eine Spur zu sehen ist. Das waren die schwersten Zeiten unseres Lebens. Wir werden fragen, warum der Herr damals nicht da war. Und der Herr wird sagen: «Ich habe dich auf meinen Rücken genommen und getragen.» 

Wenn wir weinen, sind wir nicht allein. Der Herr begleitet uns. Wenn unser Körper schwach ist und wir leiden, trägt uns der Herr auf seinem Rücken. Wenn uns Weisheit fehlt, schenkt uns der Herr Weisheit. Als der Sturm tobte, es kalt war und wir hungrig waren, hat der Herr uns mit seiner Wärme umhüllt. Als wir einsam und verzweifelt waren und mit niemandem reden konnten, hat der Herr still an unserer Seite gewacht und uns getröstet. Der Herr hat uns nie verlassen und uns nie im Stich gelassen. Er war in dieser stürmischen Zeit bei uns und hat unsere erschöpften Arme und Beine gestützt. Wir waren nicht allein und konnten diese schwere Zeit gemeinsam mit dem Herrn überwinden. Wir sind sehr dankbar, dass unser Herr der ewige Begleiter unseres Lebens ist.

Drittens: Jesus ist der ewige Herr aller Dinge. 

 Lesen wir gemeinsam die Verse 39 bis 41: «Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es ward eine grosse Stille. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben? Und sie fürchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der, dass ihm Wind und Meer gehorsam sind!» Jesus bedrohte den Wind: «Schweig! Verstumme!» Daraufhin legte sich der Wind und es herrschte tiefe Stille. Jesus tadelte ihren Ungaluben. «Warum seid ihr so ängstlich? Habt ihr immer noch keinen Glauben?» Die Jünger sprachen untereinander: «Wer ist der, dass ihm Wind  und Meer gehorsam sind!» Unser Gott ist Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater und Friede-Fürst (Jesaja 9,5). In jeder Lage brauchen wir uns darum nicht zu fürchten. Wer ist unser Heil? Wer ist unser Heiland? Unser Heiland ist da, neben dir. Unser Herr schläft und schlummert nicht (Psalm 121,4). Jesaja 43,1-2 spricht: «Und nun spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich gelöst; ich habe dich bei  deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen.» 

 In der Not sollen wir uns an Jesus erinnern und ihn anrufen. In allen Bereichen hat er mit seinen Jüngern immer einen Sinn und einen Plan. Das ist auch ein geistliches Training. Training ist nur Training. Ich habe in Korea den Militärdienst absolviert. Das war eine schwierige Zeit für mich. Alles Training war für mich hart und streng. Manchmal dachte ich, ich würde sterben. Aber Training ist nur Training. Ich bin nicht gestorben. Durch das Training wurde ich stärker, gesünder und kräftiger, sowohl im Geist als auch im Körper. Jesus ist immer mit uns. Psalm 145, 18 heisst es über diese Nähe: «Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen.» Jesus kennt uns ganz. In Matthäus 10,30 steht: «Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge.» Wer kann uns in der Not helfen? Wer kann uns in dieser harten Welt beistehen? Wer kann die Haare auf unserem Haupt zählen? Der Herr ist nahe, darum fürchten wir uns nicht.

 Fühlst du dich momentan allein, einsam oder verlassen? Dann sollst du daran glauben, dass Jesus dich trägt. Das neue Jahr hat begonnen. Auch in diesem Jahr werden wir im Alltag Gutes und Schweres erleben. Manchmal geraten wir ausser Kontrolle. Vor der Welt werden wir in Angst geraten. Aber wir sollen allein auf Gott vertrauen. Im Vertrauen auf Gott sollen wir unseren Glauben und unseren lebendigen Mut nicht verlieren. Hast du im Moment einen Lebenssturm auf deinem gehorsamen Weg? Jesus ist da, und er ist mit dir. Er hilft dir gerne. Lasst uns wie Jesus laut befehlen: «Schweig! Verstumme!» 

Die Welt scheint uns zu versenken. Wenn wir im Glauben leben, scheint es, als würden wir zugrunde gehen. Wenn wir dem Wort gehorchen, scheint es, als würden wir Schaden nehmen. Aber das ist nicht der Fall. Wir müssen so leben, wie es uns das Wort sagt. Wir müssen so gehen, wie es uns das Wort weist. Der Herr ist bei uns und begleitet uns für immer. In jeder Gefahr, in jedem Sturm des Lebens müssen wir den Glauben haben, dass der Herr uns hindurchführt. Der Herr stillt alle furchtbaren Stürme. Der Herr ist Herr über all diese Dinge. Der Herr ist Herr über die ganze Welt. Lasst uns in jeder Situation in Gott still sein und darauf warten, was der Herr tut. Ich bete, dass wir alle dem Wort gehorchen, mit dem Herrn wandeln und ein siegreiches Leben in den Stürmen des Lebens führen können. Ich bete darum, dass wir ein kostbares und gesegnetes Leben führen dürfen, in dem wir erfahren, dass Gott ein wunderbarer Gott ist, der alle Stürme unseres Lebens stillen kann. Ich bete darum, dass wir uns in keiner Situation erschrecken oder fürchten, sondern weiterhin im Glauben unseren Weg gehen.

«Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es wird eine grosse Stille.»

Halleluja, Amen.